Sport

Birkenwiese wird zum Sitzplatz-Oval

24.08.2020 • 10:40 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Auf der Birkenwiese wird intensiv gearbeitet. <span class="copyright">Stiplovsek</span>
Auf der Birkenwiese wird intensiv gearbeitet. Stiplovsek

Das Dornbirner Stadion bekommt zumindest als Übergangslösung Sitzbänke.

Vor gut 13 Monaten wurde die 16. Weltgymnaestrada auf der Birkenwiese eröffnet, damals befanden sich rund 25.000 Aktive und Zuschauer im sonst so beschaulichen Stadion an der Dornbirner Ach. Abstände spielten 2019 noch keine Rolle, heute wären solche Menschenmassen aufgrund der Corona-Regeln undenkbar. Die Zusatztribünen sind ohnehin längst abgebaut, doch bei den Heimspielen des FC Mohren Dornbirn wird es mindestens bis zur Winterpause auch keine normale Zuschauerkulisse mit Stehplätzen rund um die Tartanbahn geben. Das Hygienekonzept sieht vor, dass Zuschauer nur auf registrierten Sitzplätzen jeweils mit Abstand zueinander das Match verfolgen dürfen. Auf der Haupttribüne haben damit nur noch 280 Besucher Platz, zu wenig für die Rothosen, die – wie alle Vereine – die Eintrittsgelder und den Gastroumsatz am Spieltag zum wirtschaftlichen Überleben benötigen. Die Sitzplatzkapazität musste also dringend erweitert werden. Deshalb wird seit dieser Woche auf der Birkenwiese gehämmert und geschraubt.

Unterstützung für Fans

Auf der Gegengerade und in der südlichen Kurve werden auf die gesamten Stufen Holzbänke geschraubt. Damit erhöht sich die Kapazität des Dornbirner Stadions für die Herbstsaison voraussichtlich auf 1800 Besucher. Das müsste für die meisten Partien genügen, das Heimderby gegen Lustenau steht ohnehin erst im Frühling auf dem Programm.
Ab dem kommenden Samstag, wenn die Rothosen im Cup zu Hause auf den SV Allerheiligen treffen, gibt es auf der ­Birkenwiese vier unterschiedliche Eingänge. Sektor A umfasst die Haupttribüne mit den VIPs, B und C sind auf der Gegengerade und fassen rund 900 Fans, Sektor D ist in der Kurve untergebracht. Alle Sektoren verfügen über eigene WCs und ­Gastrostände. Für den Fanklub White Devils wurde sogar ein ­eigener Sondersektor geschaffen.
Das Provisorium könnte zu einer längerfristigen Lösung werden. Laut Dornbirn-Geschäftsführer Andreas Genser gibt es Pläne für eine Überdachung der Gegengerade. Sollte die Haupttribüne in den kommenden Jahren neu gebaut werden, könnte die Gegengerade als Ersatz während der Bauzeit dienen.

1:8-Niederlage

Während an der Infastruktur noch gebaut wird, sind die sportlichen Planungen der Dornbirner fast abgeschlossen. Einzig in der Offensive gibt es nach den Verletzungen von Deniz Mujic (mit Bänderriss out), Maurice Mathis und Lukas Fridrikas (könnte Ende September wieder zurückkommen) noch etwas zu tun. „Aber es sind ja nicht nur wir auf die Suche nach einer Sturmspitze“, sagt Genser mit einem Augenzwinkern und spricht damit die Stürmersuche der Lokalrivalen Austria Lustenau und SCR Altach an. Im gestrigen Testspiel gegen den SC Freiburg in Schruns traf Neuzugang Lukas Katnik, der aktuell einzig fitte Stürmer, bereits nach wenigen Minuten zum 1:0. Am Ende musste sich die Elf von Trainer Markus Mader dem deutschen Bundesligisten nach 120 Minuten – die Partie wurde in vier 30-Minuten-Viertel ausgetragen – nach einem schwächeren Finish mit 1:8.

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