Sport

Harter Kampf bleibt ohne Erfolg

03.09.2020 • 10:19 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Viele harte Zweikämpfe prägten das erste Bewerbspiel der neuen Saison. <span class="copyright">GEPA</span>
Viele harte Zweikämpfe prägten das erste Bewerbspiel der neuen Saison. GEPA

Hard verliert im Supercup gegen Fivers Margareten mit 24:28.

Nach einem erbitterten Kampf verpasste HC Hard den ersten Titel der Saison knapp. Im Supercup hatte Kontrahent Fivers Margareten am Ende mit 28:24 die Nase vorn, wobei das Ergebnis zu hoch ausfiel. Die Wiener feierten damit ihren vierten Erfolg im Supercup und zogen mit den Vorarlbergern gleich. Diese zeigten zwar eine aufopfernde Abwehrarbeit, allerdings funktionierte das Umschaltspiel viel zu selten. Die Premiere von Neo-Trainer Mario Bjelis war damit ohne Erfolg.

Neo-Trainer Mario Bjelis zeigte sich kommunikativ, aber selten zufrieden. <span class="copyright">GEPA</span>
Neo-Trainer Mario Bjelis zeigte sich kommunikativ, aber selten zufrieden. GEPA

Guter Start

Bei den „Roten Teufeln“ lief Marko Krsmancic von Beginn an auf. Der serbische Neuzugang übernahm den Spielaufbau, zeigte gleich in den ersten Minuten seinen starken Wurfarm, viel am Anfang aber durch einige Foulspiele auf. Sein Trainer Bjelis hatte sich bei der Deckung für eine 6:0-Formation entschieden. Und da Torhüter Golub Doknic, der nach einer Blinddarmoperation nur einen Teil der Vorbereitung mitmachen konnte, seine Stärke beim Siebenmeter unter Beweis stellte, konnten die Harder rasch mit 3:1 davonziehen. Die Hausherren fanden allerdings durch Lukas Hutecek die passende Antwort und damit den Ausgleich. Und damit zeigte sich früh, in welche Richtung sich diese Begegnung entwickeln sollte: Ein hochwertiges Duell auf Augenhöhe.
Im ersten Durchgang war es immer wieder Ivan Horvat, der bei den Gästen den Abschluss suchte. Zumeist hatte der Kroate allerdings sein Visier schlecht eingestellt. Auf der Gegenseite fanden die Fivers trotz der engmaschigen Abwehr immer wieder den freien Mann am Kreis. Mit 8:5 aus Sicht der Wiener konnten diese erstmals etwas davonziehen. In dieser Phase half es wenig, dass Boris Zivkovic zuvor im Gesicht getroffen wurde und mit Nasenbluten behandelt werden musste. Sein Team musste den Ball zumeist recht lange in den eigenen Reihen zirkulieren lassen, bevor der Abschluss gesucht wurde. Erst in der 27. Minute gelang durch Luca Raschle der erste Kontertreffer. Kurz darauf gelang Zivkovic nach seiner Rückkehr der Ausgleich zum 10:10.
Dennoch sollte es mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Kabine gehen, da auch der letzte Wurf aus der Distanz seinen Weg ins Tor von Doknic fand. Zuvor hatte sein Gegenüber Wolfgang Filzwieser gleich zweimal im Eins gegen Eins die Oberhand behalten.

Lukas Hutecek (l.) machte es den Harder oftmals schwer und war bester Werfer der Wiener. <span class="copyright">GEPA</span>
Lukas Hutecek (l.) machte es den Harder oftmals schwer und war bester Werfer der Wiener. GEPA

Zivkovic mit Ungenauigkeit

Nach dem Seitenwechsel suchten die Harder deutlich schneller den Abschluss. Nun waren es die Wiener, welche den Ball lange halten mussten. Dies lag auch an der Harder Deckung, welche nun deutlich aggressiver agierte. Dies äußerte sich unter anderem in der dritten Zweiminutenstrafe durch den Slowenen Nejc Zmavc und dem damit verbundenen Ausschluss in der 48. Spielminute.
Trotz dieser Abwehr traf das Team aus der Bundeshauptstadt zumeist die richtige Entscheidung. Und so waren zwar die Bemühungen der Harder ersichtlich, nur der Rückstand konnte nicht verringert werden. Dieser pendelte stetig zwischen ein oder zwei Toren. Auch die Time-outs von Bjelis verpufften. Selbst als das Spielgerät gleich dreimal den Pfosten der Gäste küsste und von dort in den Händen vom Torhüter landete, konnte dies nicht ausgenutzt werden.
Denn die Harder hatten in den Schlussminuten gleich zweimal den Ausgleich in der eigenen Hand. Doch in beiden Fällen war es Zivkovic mit einem Abspielfehler, der die Chance ungenutzt verstreichen ließ. Ansonsten gehörte der 28-jährige Rückraumspieler allerdings zu den Auffälligsten. Dies zeigte sich auch in der Torstatistik, welche er mit acht Treffern anführte.
Allerdings fiel die Wurfquote deutlich zu Gunsten der Fivers aus. Für die endgültige Entscheidung sorgte dann Hutecek mit einem sehenswerten Wurf ins Kreuzeck zum 27:24 aus Sicht der Gastgeber. Damit verpufften die Träume der Harder auf ihren fünften Erfolg im Supercup.

Fivers Margareten konnten über ihren vierten Titel jubeln. <span class="copyright">GEPA</span>
Fivers Margareten konnten über ihren vierten Titel jubeln. GEPA

Ligastart

Am Sonntag startet für die Harder der Ligaalltag mit dem Auswärtsspiel gegen West Wien. Ländle-Rivale Bregenz Handball ist bereits am Samstag im Einsatz. Der Rekordmeister empfängt HSG Graz zum Auftakt.

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