Sport

Nur ein Punkt zum Start

11.09.2020 • 22:37 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Matthias Maak ist Lustenaus einziger Torschütze bisher. <span class="copyright">Gepa/Lerch</span>
Matthias Maak ist Lustenaus einziger Torschütze bisher. Gepa/Lerch

Austria Lustenau zum Saisonauftakt gegen SV Horn nur 1:1.

Das Positive überwiegt“, sagte Austria-Trainer Alexander Kiene nach dem Schlusspfiff in der Kabine zu seiner Mannschaft. Der Deutsche muss nach zwei Pflichtspielen weiter auf seinen ersten Sieg als Lustenau-Betreuer warten.
Kiene hatte seine Elf in einem 3-1-4-2-System aufs Feld geschickt. Doch die Anfangsminuten gehörten den Gästen aus Horn. Mit aggressivem Pressing setzten sie die Austria-Dreierkette mit Abwehrchef Matthias Maak unter Druck. Die Lustenauer wollten zunächst alles spielerisch lösen und verzettelten sich viel zu häufig, es folgte der Ballverlust oder ein planloser Schlag nach vorne von Torhüter Domenik Schierl. Große Chancen blieben allerdings Mangelware. Sanin Muminovic setzte einen Weitschuss knapp neben das Gehäuse von Schierl (16.), neun Minuten später strich ein Abschluss von Patrick Monteiro knapp am Kreuzeck vorbei (25.). Auch die dritte Möglichkeit gehörte Horn, das mit acht Ausländern angetreten war. Nach einem Eckball vergab der Ex-Altacher Michael Cheukoua völlig freistehend (39.).
Auch der Belgier Brandon Baiye tat sich schwer, die Kontrolle in der Zentrale zu übernehmen. Im Angriff suchte Neuzugang Adriano Bertaccini zwar den direkten Weg in Richtung Tor, doch der Belgier bekam zu wenige Bälle aus dem Mittelfeld. Und trotzdem durften die Hausherren noch vor der Pause jubeln. Dazu brauchte es einen Freistoß von Pius Grabher, der von Maak per Kopf an die Stange verlängert wurde. Der Innenverteidiger blieb in der Aktion und verwertete den Abpraller zu Führung (41.). Maak hatte bereits im Cup gegen Stripfing den einzigen Lustenau-Treffer erzielt.

Adriano Bertaccini feierte sein Debüt im grün-weißen Trikot.<span class="copyright"> Gepa/Lerch</span>
Adriano Bertaccini feierte sein Debüt im grün-weißen Trikot. Gepa/Lerch

Chancen vergeben

Nach der Pause drehte sich die Partie. Die Austria kombinierte nun besser und kam in die Zweikämpfe. Nach einem Traumpass von Grabher tauchte Fabian Gmeiner alleine vor Gäste-Keeper Luka Bilobrk auf. Doch der Dornbirner zögerte zu lange und scheitere am Horner Schlussmann (51.). Nur zwei Minuten später zogen Baiye und Bertaccini nach einem Ballgewinn im Mittelfeld in einem Zwei-gegen-Eins-Konter aufs gegnerische Tor. Doch der finale Pass von Baiye war zu ungenau, der Abschluss für Bertaccini deshalb schwierig.
Trotz dieser vergebenen Möglichkeiten kontrollierte die Austria die Begegnung. Doch wie aus dem Nichts fiel in der 79. Minute der Ausgleich für die Niederösterreicher. Jürgen Bauer tankte sich am linken Flügel durch – der Ball hatte allerdings zuvor die Seitenauslinie überschritten – und fand in der Mitte Cheukoua, der per Direktabnahme aus zwölf Metern unhaltbar ins linke Eck traf.

Schlussphase

Die Hausherren brauchten nun einige Minuten, um den Schock zu verdauen, dann rutschte Sebastian Feyrer bei einem Schussversuch unglücklich aus (85.) und Baiye verzog von der Strafraumgrenze (89.). Doch auch auf der Gegenseite boten sich den Horner zwei Chancen auf den „Lucky Punch“ (7., 93.). Doch am Ende blieb es beim 1:1-Unentschieden.
Es bleibt die Erkenntnis, dass der talentierten Austria-Mannschaft noch mindestens ein Angreifer fehlt, um in der Liga auf lange Sicht bestehen zu können. Denn es werden noch bessere Gegner als Horn ins Planet-Pure-Stadion kommen.