Sport

Neue Zeitrechnung

01.11.2020 • 12:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Neue Zeitrechnung
Philipp Netzer, Kapitän Cashpoint SCR Altach. GEPA (2)

Der Altach-Kapitän Philipp Netzer gibt in seiner Kolumne neue Einblicke.

Infrarotkabine, Kältebecken, Schlafräume, ein modern ausgestatteter Kraftraum, medizinische Versorgung – und das alles an einem Ort. Seit knapp einem Jahr sind diese Dinge ein wichtiger Bestandteil unserer täglichen Trainingsarbeit. Mit der Eröffnung des neuen Trainingscampus hat beim SCR Altach eine neue Zeitrechnung begonnen. Es ist aber noch nicht so lange her, da war an solche Rahmenbedingungen noch nicht zu denken.


Als ich 2009 zum zweiten Mal zum Verein kam ohnehin nicht. Aber auch in den Jahren danach haben wir Reha- und Krafttraining stets im Olympia­zentrum in Dornbirn absolviert, Regenerationstrainings nach Spielen fanden ebenfalls nicht in Altach statt. Unsere ehemaligen Trainer- und Mannschaftskabinen sowie Massage- und Aufenthaltsraum zusammengenommen befanden sich damals auf einer Fläche, die so groß war wie unser heutiger Kraftraum.

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Der Kraftraum der Altacher. Manuel Willam


Alles war sehr eng bemessen, trotzdem hat man sich damit arrangiert und so professionell wie eben möglich gearbeitet. Spieler wie Martin Kobras oder ich sind schon seit zwölf Jahren dabei und wurden deshalb fast sentimental, als wir unsere „heiligen Hallen“ verlassen mussten. Dieses Gefühl ist jedoch schnell verflogen.
Mit dem vor knapp einem Jahr eröffneten Campus bieten sich der Mannschaft und dem gesamten Trainerteam optimale Bedingungen in jeglicher Hinsicht. Mussten wir früher noch quer durch Vorarlberg fahren, können heute alle Trainings- und Reha-Aktivitäten an einem Ort durchgeführt werden. Verletzte Spieler arbeiten im top ausgestatteten Kraftraum an ihrem Comeback und sind deshalb trotz Trainingspause nahe bei der Mannschaft. In den großen und hellen Behandlungsräumen macht es ebenfalls deutlich mehr Spaß, sich nach dem Training auf die Liege zu legen.

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Mit dem Campus hat Altach ganz neue Möglichkeiten. Manuel Willam


Zusammengefasst gibt uns der Campus die Möglichkeit Wege kurz zu halten, die Organisation in allen Bereichen zu optimieren und dadurch effektiver zu arbeiten. Obwohl das Betreten des Campus mittlerweile zur Normalität geworden ist, denke ich trotzdem noch hin und wieder an frühere Zeiten zurück und schätze die Bedingungen, unter denen wir aktuell jeden Tag arbeiten dürfen, umso mehr.
Mit freundlichem Linksfuß, euer Philipp

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