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Dornbirner zwingen KAC in die Knie

10.11.2020 • 12:58 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Dornbirner zwingen KAC in die Knie
Die Bulldogs konnten in Klagenfurt einen verdienten Auswärtssieg bejubeln. GEPA

Bulldogs gewinnen dank starker Leistung mit 4:3 in Klagenfurt.

Mit den Bulldogs ist in dieser Saison zu rechnen. Das hatte sich schon von der Corona-Ligapause angedeutet und das unterstrich der DEC gestern mit einem überzeugenden Auftritt bei Rekordmeister und Titelträger KAC. Dornbirn ging erstmals in dieser Saison mit einem vollen Line-up in die Partie. Im ersten Block stürmten Andrew Yogan, William Rapuzzi und Nikita Jevpalovs, in der zweiten Linie entschied sich Kai Suikkanen für Devin Brosseau, Anton Straka und Emil Romig.

Mutige Dornbirner

Die Bulldogs kamen gut in die Partie, wirkten spritzig und demonstrierten mit forschen Angriffen in den ersten zwei Spielminuten, dass sie mutig auftreten wollten. Zwar nahmen sich die Bulldogs dann mit zwei Strafen den Anfangsschwung. Doch selbst als sie in der 5. Minute für 40 Sekunden in doppelter numerischer Unterlegenheit waren, behielten sie die Ordnung. Dornbirn kontrollierte die Partie, ging in der siebten Minute verdient in Führung. Der starke Romig spielte von der Bande mit dem Rücken zum Tor einen idealen Pass in den Rückraum, wo Straka eiskalt verwandelte. Die Bulldogs blieben die aktivere Mannschaft, arbeiteten konsequent gegen die Scheibe, attackierten die Klagenfurter mutig.

Dornbirner zwingen KAC in die Knie
Die Dornbirner schossen aus allen Lagen – auch das war ein Erfolgsrezept. GEPA

Positionsspiel

Auch im Powerplay zeigten sich die Bulldogs verbessert. Die Scheibe lief gut, als der DEC nach acht Minuten ein erstes Mal in Überzahl war. Das Positionsspiel stimmte, als der KAC früh attackierte, befreiten sich die Dornbirner klug und setzten zum Konter an, bei dem der starke Romig an KAC-Goalie David Madlener scheiterte. Das nächste Tor fiel dann schließlich auf der anderen Seite. Weil die Klagenfurter stärker wurden, und weil sich Stefan Häußle in der 15. Minute im Slot von Thomas Hundertpfund den Schneid abkaufen ließ, der trocken ausglich.

Doppleschlag innert 87 Sekunden

Die Bulldogs schüttelten den Ausgleich sofort ab, erzwangen ein weiteres Powerplay; und dieses Mal trafen sie. Yogan versenkte in der 17. Minute einen Abpraller. Es war nicht nur sein Premieren-Tor im DEC-Dress, sondern auch Dornbirns erster Überzahltreffer in dieser Saison. Und nur 87 Sekunden später legte der DEC nach. Dieses Mal staubte Sam Antonitsch ab. Es war die frühe Krönung eines starken Spiels der vierten Linie, die von Suikkanen konsequent aufs Eis geschickt wurde. Das Mitteldrittel begann mit einer Großchance für die Bulldogs, Augenblicke später zappelte die Scheibe allerdings im Netz der Dornbirner: Lukas Haudum hämmerte den Puck nach einem prächtigen Sololauf ins Kreuzeck. Das Tor gab den Rotjacken Auftrieb, doch die Dornbirner behielten die Kontrolle. Im Verlauf des Mittelabschnitts bekamen die Bulldogs gar zwei Powerplays von den Klagenfurtern geschenkt – der KAC fabrizierte innerhalb von 192 Sekunden zwei Wechselfehler. Doch weil Kaldis, Yogan, Macierzynski nicht trafen, blieb der KAC dran, was sich im Schlussdrittel rächte. DEC-Schlussmann Oskar Östlund griff 63 Sekunden nach Wiederbeginn bei einem verdeckten Schuss von Frederik Eriksson daneben.

Dornbirner zwingen KAC in die Knie
Dornbirns vierte Linie zeigte eine starke Leistun, die durch das Tor von Sam Antonitsch in der 19. Minute gekrönt wurde. GEPA

Matchwinner Nilsson

Die Rotjacken übernahmen jetzt kurzzeitig die Kontrolle, aber schon nach wenigen Wechseln bekamen die Dornbirner wieder Zugriff, die in der 49. Minute wieder in Führung gehen hätten müssen, als Woger und Maczierzynski ohne Gegenspieler aufs KAC-Tor zustürmten. Weil Woger den Querpass unsauber spielte, blieb es jedoch beim 3:3. Die Partie wurde jetzt zum Abnützungskampf, bei dem sich die Dornbirner in der 58. Minute mit einer Strafe in eine brenzlige Lage brachten. Auch die meisterten sie. Die Partie ging in die Verlängerung, wo die Bulldogs zunächst über zwei (!) Minuten keine Scheibenkontrolle hatten – und doch nie wirklich wankten. Am Ende musste das Penaltyschießen entscheiden, bei dem Östlund eine Bankstrafe für Dornbirn verursachte, weil er KAC-Schütze Manuel Ganahl mit dem Stock touchierte. Den Wiederholungsschuss versenkte der Montafoner, mit Treffern von Rapuzzi und dem starken Nilsson holten sich starke Dornbirner dann aber durchaus verdient den ersten Sieg gegen den KAC seit dem 28. Jänner 2018. Heute gastieren die Bulldogs bei den formschwachen Villachern.

Dornbirner zwingen KAC in die Knie
Beim 3:3 noch etwas unglücklich – doch im Penaltyschießen ruhig, abgeklärt und ganz stark: DEC-Goalie Oskar Östlund. GEPA

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