Sport

Die Suche nach dem Organisator

24.01.2021 • 07:06 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Auf die Defensive der Altacher wird heute viel Arbeit zukommen. <span class="copyright">GEPA</span>
Auf die Defensive der Altacher wird heute viel Arbeit zukommen. GEPA

Im ersten Spiel der Frühjahrssaison empfängt Altach heute
­Salzburg.

Es ist ein hartes Programm, das die Altacher zum Start in die Frühjahrssaison 2021 erwaret. Einerseits kommt heute der amtierende Meister Salzburg in den Westen Österreichs, und andererseits ist dies der Auftakt von gleich drei Partien in sieben Tagen. Überhaupt stehen für die Rheindörfler noch mindestens 20 Duelle bis zum Saisonende an. Dem verspäteten Saisonstart aufgrund der Corona-Pandemie sei Dank. Auch die kurze Vorbereitung lief alles andere als nach Wunsch ab. Aufgrund des Wintereinbruchs ging es erst gestern erstmals auf Naturrasen.

Martin Kobras zählt laut Alex Pastoor zu den Gewinnern der Vorbereitung. <span class="copyright">GEPA/lerch</span>
Martin Kobras zählt laut Alex Pastoor zu den Gewinnern der Vorbereitung. GEPA/lerch

Führungspersonen gefragt

Es sind also keine guten Vorzeichen, unter denen das Team von Trainer Alex Pastoor den Abstiegskampf aufnimmt. In diesem sind Typen, die vorangehen, besonders gefragt. Leaderpersönlichkeiten, die die Mannschaft auch in schwächeren Phasen mitreißen. Das Fehlen solcher Typen war im Herbst offenkundig. Einer dieser Personen ist laut dem niederländischen Übungsleiter Torhüter Martin Kobras, der ein seltenes persönliches Lob vom Chef erhielt: „Er ist nicht nur gut im Tor, sondern enorm engagiert, der Mannschaft mental und organisatorisch weiterzuhelfen.“
Zwei weitere Akteure, die der 54-Jährige zu den Gewinnern der Vorbereitung zählt, sind Manuel Thurnwald und Marco Meilinger. Der Rechtsverteidiger, weil er jetzt ebenfalls „vorne weggeht“, und der Offensivmann, weil er einen „Neustart gemacht hat und viel frecher und freier aufspielt“.

Stefan Haudum dürfte heute sein Pflichtspieldebüt für die Rheindörfler geben. <span class="copyright">Steurer</span>
Stefan Haudum dürfte heute sein Pflichtspieldebüt für die Rheindörfler geben. Steurer

Einige Ausfälle

Einer, der ebenfalls früh in eine Führungsrolle hineinwachsen könnte und auch sollte, ist Stefan Haudum. Denn ein organisierender Torhüter reicht nicht aus. Der Neuzugang dürfte wie in den beiden Testspielen von Beginn an ran und damit den verletzten Alain Wiss ersetzen. Zudem fallen Berkay Dabanli, Daniel Nussbaumer, Samuel Oum Gouet (alle verletzt) und Johannes Tartarotti (Bundesheer) aus. Besonders im Mittelfeld könnte es daher eng werden.
Zwar fehlen nach den Abgängen von Dominik Szoboszlai oder Majeed Ashimeru auch bei den „Bullen“ bekannte Gesichter, Zugänge wie von Brenden Aaronson oder Bernardo dürften diese Lücken allerdings schließen. Und nachdem der Titelverteidiger in der Tabelle auf Rang zwei zurückgefallen ist, ist wohl ein Sturmlauf zu erwarten. „Defensiv haben wir nur eine Chance, wenn wir gut organisiert sind. Vor allem, wenn sie umschalten. Dann gibt es Chaos am Platz“, stellte Pastoor in Aussicht. Und da braucht es wiederum Personen, die für Ordnung und Stabilität sorgen.
Die Suche danach geht allerdings weit über die heutige Partie hinaus. Denn gegen Salzburg wird ein Punktezuwachs in jedem Fall schwer. Am Mittwoch wartet mit WSG Tirol bereits eine lösbarere Aufgabe. Dann müssen die Rheindörfler eine Antwort darauf gefunden haben, die Defensive zu stabilisieren. Denn viele Tore auf der anderen Seite sind nach den Nullnummern in der Vorbereitung ebenfalls nicht zu erwarten.

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