Sport

SCR Altach beurlaubt Trainer Pastoor

24.02.2021 • 09:57 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Alex Pastoor musste seinen Hut nehmen.<span class="copyright"> GEPA/lerch</span>
Alex Pastoor musste seinen Hut nehmen. GEPA/lerch

Die Rheindörfler stellen Trainer Alex Pastoor und Martin Bernhard frei.

Die vierte Übernahme der roten Laterne in dieser Bundesliga-Saison war dann zu viel. Nach der 1:5-Auswärtsniederlage gegen Austria Wien zog der SCR Altach die Reißleine und stellte Trainer Alex Pastoor von allen Aufgaben frei. Nach 18 Runden stehen die Rheindörfler mit nur zwölf Punkten als Schlusslicht da. Der Niederländer hatte im März 2019 seinen Job angetreten und seinen Kontrakt erst im vergangenen Frühjahr verlängert. Der Vertrag war ursprünglich noch bis zum Sommer 2022 gültig. Mit dem 54-Jährigen muss auch Co-Trainer Martin Bernhard seinen Hut nehmen. Diese Entscheidung gab der Verein gestern Abend bekannt.

Nach nur vier Punkten in sechs Spielen seit dem Winter und der neuerlichen Übernahme der roten Laterne war für den Niederländer das Ende in Altach gekommen. <span class="copyright">GEPA/lerch</span>
Nach nur vier Punkten in sechs Spielen seit dem Winter und der neuerlichen Übernahme der roten Laterne war für den Niederländer das Ende in Altach gekommen. GEPA/lerch

Vier Punkte seit Winter

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Leider haben auch die im Winter gesetzten Maßnahmen und viele Gespräche nicht die gewünschte sportliche Weiterentwicklung gebracht. Deshalb sind wir nun zum Entschluss gekommen, die Position des Cheftrainers für die entscheidende Saisonphase neu zu besetzen“, erklärte Präsident Peter Pfanner. Den Altachern gelangen in sechs Spielen seit der Winterpause lediglich vier Punkte. Das Cup-Aus im Achtelfinale im November gegen Viertligist First Vienna zählt als weiterer Tiefpunkt.
Einen Nachfolger für den entlassenen Übungsleiter werden die Rheindörfler heute präsentieren. Bereits in den vergangenen zehn Tagen bereitete sich die Vereinsführung intensiv auf ein solches Szenario vor. Aus diesem Grund standen die Verantwortlichen bereits mit mehreren Kandidaten im Austausch. Namen wollte Pfanner auf Nachfrage jedoch keine kommentieren.

Mit Pastoor muss auch Co-Trainer Martin Bernhard gehen. Ein mögliches Indiz für Damir Canadi als Neo-Coach. <span class="copyright">GEPA</span>
Mit Pastoor muss auch Co-Trainer Martin Bernhard gehen. Ein mögliches Indiz für Damir Canadi als Neo-Coach. GEPA

Canadi kehrt wohl zurück

Dennoch dürfte viel auf einen alten Bekannten hindeuten. Damir Canadi wurde erst Anfang des Monats beim griechischen Erstligisten Atromitos Athen entlassen und kann auf eine erfolgreiche Zeit bei Altach zurückblicken. Der 50-jährige Wiener stand bereits von Jänner 2013 bis November 2016 an der Seitenlinie der Rheindörfler.
Auch die Entlassung von Co-Trainer Bernhard deutet auf diese Personalie. In ihrer gemeinsamen Zeit bei Rapid Wien soll es zum Zerwürfnis gekommen sein und einer neuerlichen Zusammenarbeit im Wege stehen. Pfanner hielt sich bedeckt: „Wir wollten einen klaren Schnitt machen. Ein neuer Trainer hat auch sein Umfeld und Ideen, wie er sich seinen Co-Trainer vorstellt. Er will seinen Stab mitbringen und an solchen Kleinigkeiten darf es nicht scheitern.“ Soll heißen: Canadi-Vertrauter Eric Orie wird wohl Co-Trainer.
Die kommenden Aufgaben werden für den neuen Übungsleiter jedenfalls eine Herausforderung. Mit Wolfsberg und LASK warten an den kommenden Wochenenden zwei Teams aus der oberen Tabellenhälfte auf die Altacher.

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