Sport

Fehlender Mut wird bestraft

03.04.2021 • 22:45 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Jan Zwischenbrugger (l.) kann Marco Djuricin nur hinterhersehen, wie dieser den Führungstreffer erzielt. <span class="copyright">gepa</span>
Jan Zwischenbrugger (l.) kann Marco Djuricin nur hinterhersehen, wie dieser den Führungstreffer erzielt. gepa

Zum Auftakt der Qualigruppe unterlag Altach bei Austria Wien mit 0:2.

Eigentlich wirkte es, als hätten sich beide Teams bereits mit dem torlosen Remis zufrieden gegeben und sich darauf geeinigt. Doch diese stille Übereinkunft brach Austria Wien mit ihrer besten Offensivaktion im zweiten Durchgang in Minute 80. Der Austrianer Eric Martel eroberte im Zweikampf gegen den vorstoßenden Neven Subotic den Ball, und mit dem Abgang des Altach-Routiniers fehlte für einmal die Ordnung im Abwehrverbund. Über Manprit Sarkaria landete die Kugel bei Marco Djuricin, der mit einer Finte gleich zwei Rheindörfler in die Leere grätschen ließ und zur Führung einnetzte.
Damit gelang den Altachern nicht der erhoffte positive Start in die Qualifikationsgruppe. Da zudem die Admira und Ried siegreich waren, ist das Polster von drei Punkten schon wieder dahin.

Der Kopfball landet im Tor, der Treffer wird wegen eines Foulspiels aber nicht gegeben. <span class="copyright">gepa</span>
Der Kopfball landet im Tor, der Treffer wird wegen eines Foulspiels aber nicht gegeben. gepa

Kleiner Schubser

Trainer Damir Canadi blieb seiner Linie mit einer Fünferabwehrkette treu und brachte im Vergleich zur letzten Partie gegen Ried Anderson als rechten Verteidiger, Manfred Fischer und Alain Wiss im Mittelfeld sowie Daniel Nussbaumer als Stoßstürmer in die Startformation.
In den Anfangsminuten waren die Gäste allerdings mit ihrer Abwehrarbeit beschäftigt. Die Hausherren drückten von Beginn weg und verlagerten das Spiel weit in die Hälfte der Rheindörfler. Nach neun Minuten erfolgte auch der erste Aufschrei, welcher allerdings sogleich von einem Pfiff erstickt wurde. Der Unparteiische ahndete einen kleinen Schubser an Subotic und gab den Kopfballtreffer daher nicht.
Nach der ersten Drangperiode bekam das Team von Canadi die Begegnung besser in den Griff, und die Kontrahenten neutralisierten sich fortan im Mittelfeld. In gezielten Momenten schalteten die Vorarlberger auf Pressing um, die Ballgewinne in den gefährlichen Zonen blieben jedoch aus. Und bei zwei Umschaltversuchen fehlte Daniel Nussbaumer jeweils noch die Präzision, um für mehr Gefahr zu sorgen.

Viel Offensives hatte auch Nosa Edokpolor (r.) nicht zu bieten. <span class="copyright">GEPA</span>
Viel Offensives hatte auch Nosa Edokpolor (r.) nicht zu bieten. GEPA

Fokus auf Verteidigung

Noch direkt vor dem Gang in die Kabinen stand erneut Schiedsrichter Christopher Jäger im Mittelpunkt. Jan Zwischenbrugger rettete für den bereits geschlagenen Martin Kobras, wobei unklar blieb, ob das Spielgerät die Torlinie bereits vollständig überquert hatte.
Das Spielgeschehen änderte sich auch im zweiten Abschnitt kaum. Die Altacher waren weiterhin auf ihre Verteidigungsarbeit konzentriert, und den Mannen aus Favoriten fehlten Ideen, um für Torgefahr zu sorgen. Dies lag vor allem daran, dass die Gäste das Zentrum dicht machten und selbst ein Marco Meilinger oder Fischer daran mitarbeiteten. Dies verhinderte allerdings auch ein flüssiges Umschaltspiel, denn zum einen waren die Wege nach Ballgewinn bis zum gegnerischen Tor lang und zum anderen die vorderste Reihe mit zumeist nur Nussbaumer stark unterbesetzt.
Mit mehr Zielstrebigkeit wäre in Minute 76 etwas möglich gewesen, als der inzwischen eingewechselte Daniel Maderner den Ball an der Seitenlinie eroberte und Fahrt aufnahm. Nach einem Doppelpass kam Fischer zum Schuss, der allerdings noch abgeblockt wurde. Austria-Torhüter Pascal Pentz blieb an diesem Abend somit beschäftigungslos.

Der Abschlussversuch von Manfred Fischer (r.) wird noch im letzten Moment von Erik Palmer-Brown geblockt. <span class="copyright">gepa</span>
Der Abschlussversuch von Manfred Fischer (r.) wird noch im letzten Moment von Erik Palmer-Brown geblockt. gepa

Elfmeter sorgt für Endstand

Aufgrund fehlenden Mutes und mangelnder Risikobereitschaft für den eigenen Angriff hätten die Rheindörfler mit einem Punkt aus einer Nullnummer gut leben können. Zumindest agierte die Defensive zumeist gefestigt und ließ wenig zu. Doch dann folgte der Führungstreffer durch Djuricin. Noch in der regulären Spielzeit holte zudem Anderson Gegenspieler Dominik Fitz von den Beinen. Der Gefoulte sorgte vom Elfmeterpunkt für den Schlusspunkt. Die Altacher stehen damit punktegleich mit der Admira und St. Pölten da.