Sport

Comeback der Radballer in Dornbirn

19.04.2021 • 17:24 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Der RV Dornbirn bereitet sich mit Trainer Gernot Fontain auf das Weltcup-Turnier kommenden Samstag vor. <span class="copyright">hartinger</span>
Der RV Dornbirn bereitet sich mit Trainer Gernot Fontain auf das Weltcup-Turnier kommenden Samstag vor. hartinger

Nach über einem Jahr Pause gastiert der Radball-Weltcup in Dornbirn.

Voll in die Pedale heißt es ab dem 24. April wieder. Der Radball-Weltcup ist zurück. Der Weltverband (UCI) hat sich in den letzten Wochen bemüht, trotz der nach wie vor schwierigen Situation Veranstalter zu finden. Mit dem Standort in der Dornbirner Ballsporthalle ist es gelungen, eines von vier Qualifikationsturnieren der etwas reduzierten Serie auf die Beine zu stellen. Neben der Messestadt stehen in Hardt (GER), St. Gallen (SUI), Altdorf (SUI) drei weitere Turniere bereits fest, ehe es Ende November das Finalturnier in Deutschland geben wird.
Der RV Dornbirn hat alle Kräfte gebündelt, um dieses Event auf die Beine zu stellen. Nach den laufenden Verschiebungen im vergangenen Jahr hat das Organisationsteam sehr stark auf diesen Termin hingearbeitet und natürlich darauf gehofft, dass das Turnier stattfinden kann. „Es war absolut nicht einfach. Bis zuletzt war nicht vollends klar, dass wir die Mannschaften zusammenbekommen“, fasst es der Fachwart der Radballer in Dornbirn, Michael Eiler, in Worte.

Patrick Köck trifft gegen Patrick Schnetzer. <span class="copyright">Hartinger</span>
Patrick Köck trifft gegen Patrick Schnetzer. Hartinger

Aus Liebe zum Sport

Der einzige Wermutstropfen dabei ist, dass das Turnier ohne Zuschauer stattfinden wird. „Wir hätten mit rund 200 Zuschauern gerechnet. Der Erlös der Wirtschaft fällt nun aus. Wir müssen Hallenmiete und Verpflegung zahlen. Dennoch haben wir uns dafür entschieden, es einfach zu machen. Aus Liebe zum Sport. Wir spüren aber eine richtige Lust auf die anstehenden Aufgaben. Wir haben sogar eine Anfrage aus Hamburg bekommen, ob und wie man den Livestream verfolgen kann“, so Eiler. Seit gestern stehen auch die Teilnehmer fest. Anstelle von Belgien rücken zwei tschechische Mannschaften nach. Weitere Teilnehmer kommen aus Frankreich, Schweiz und Deutschland.

Patrick Schnetzer (r.) hat in diesem Jahr einen neuen Partner an seiner Seite. <span class="copyright">hartinger</span>
Patrick Schnetzer (r.) hat in diesem Jahr einen neuen Partner an seiner Seite. hartinger

Premierenturnier

Für den RVD ist es in mehrfacher Hinsicht eine Premiere. Es ist das erste internationale Turnier nach langer Pause. Das erste WC-Turnier in Dornbirn seit dem Jahr 2008, dazu können sich Radsportfans noch an das Weltcup-Finale erinnern. Ganz heiß auf die Veranstaltung ist sicherlich das neue Duo Patrick Schnetzer und Stefan Feurstein – für sie ist es auch der erste internationale Vergleich. Der erfahrene Schnetzer konnte mit seinem „Ex“-Partner Markus Bröll etliche Titel sammeln. Schnetzer ist zudem amtierender Weltmeister. Mit seinem „neuen“ Mann an der Seite hat er vieles vor. „Natürlich fehlen uns die Wettkämpfe. Wir trainieren seit einem Jahr eigentlich immer gegen das gleiche Team. Wir wollen aber angreifen, und ein Podestplatz ist sicherlich das Ziel“, so Schnetzer, der Anfang des Jahres von Höchst nach Dornbirn wechselte. Die Konkurrenz schläft sicher nicht, so gelten die ehemaligen Weltmeister aus Deutschland als die wohl schärfsten Kontrahenten.

Pascal Fontain (l.) schirmt den Ball ab. <span class="copyright">hartinger</span>
Pascal Fontain (l.) schirmt den Ball ab. hartinger

Zuversichtlich

Der Trainer des Duos, Gernot Fontain, geht auch optimistisch an die Sache heran: „Ich bin zuversichtlich, dass die Turniere alle stattfinden. Schnetzer/Feurstein sind die klare Nummer eins in Österreich. Aber auch die anderen können durchaus mithalten. Ein Sportler braucht den Wettkampf, dieser ist nächste Woche gegeben. Alle Teams werden das Beste geben“, meint Fontain. Internationale Vergleiche, die auch die anderen zwei Mannschaften gut gebrauchen können. Neben Schnetzer/Feurstein sind auch Pascal Fontain und Patrick Köck qualifiziert. Das dritte Team, aus Lustenau Martin Lingg und Daniel König, ebenfalls. Das Zweier- und Dreier-Team könnte durchaus überraschen.
Eine Wildcard macht es möglich, dass auch eine dritte Dornbirner Mannschaften teilnehmen kann. Maximilian Schwendinger und Bastian Arnoldi schnappten sich intern in letzter Minute noch das freie Ticket. Drei Mannschaften ist eine Rarität.
So oder so: Das lange Warten hat nun endlich ein Ende.

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