Sport

Die Gier nach Toren entfachen

20.04.2021 • 08:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Beim letzten direkten Aufeinandertreffen im Februar unterlag Altach noch mit 1:3. <span class="copyright">GEPA</span>
Beim letzten direkten Aufeinandertreffen im Februar unterlag Altach noch mit 1:3. GEPA

In der Qualigruppe empfängt Altach heute (18.30 Uhr) FC Admira.

Eigentlich kann Altach-Trainer Damir Canaid mit seiner Ausbeute vor dem heutigen Aufeinandertreffen mit der Admira zufrieden sein. Nach sieben Spielen stehen vier Erfolge und ein Remis zu Buche, nur zwei Duelle gingen verloren. Zudem gelang die Stabilisierung der Defensive eigentlich von Beginn weg sehr gut. Nur vier Gegentore in dieser Zeitspanne zeugen als Beweis dafür.
Doch ein Manko drängt sich dennoch auf und wird vom Wiener auch klar angesprochen. Das eigene Toreschießen ist und bleibt der große Schwachpunkt. Da verwundert es nicht, dass die Rheindörfler jene Offensive mit den wenigsten Treffern stellen. Und auch wenn zuletzt gegen die SV Ried, zumindest im ers­ten Durchgang, auch Chancen kreiert wurden, fehlte noch die letzte Entschlossenheit. „Ich fordere Qualität von meinen Stürmern ein, dass mehr kommt und eine höhere Abschlussbereitschaft da ist. Ich wünsche mir mehr Gier, ein Tor zu erzielen“, verdeutlichte der 50-jährige Übungsleiter.
Da kommt der heutige Kontrahent eigentlich gerade recht, stellen die Südstädter doch mit 53 Gegentreffern die schwächste Defensive der gesamten Bundesliga.

Manuel Thurnwald kehrt heute ins Aufgebot zurück. <span class="copyright">GEPA</span>
Manuel Thurnwald kehrt heute ins Aufgebot zurück. GEPA


Fokus auf Umschaltspiel

Die bisherigen Saisonduelle gingen mit 3:1 und 4:2, jeweils aus Sicht des Heimteams, auch recht torreich über die Bühne. Ein solches Offensivspektakel ist allerdings nicht unbedingt zu erwarten. In der Qualifikationsgruppe überwiegt die Vorsicht, der Fokus liegt auf der eigenen Abwehrreihe. Dem Umschaltspiel wird damit eine größere Aufmerksamkeit zuteil. Canadi erwartet sich die Admira ebenfalls in dieser Tonart: „Im Umschaltspiel sind sie immer brandgefährlich. Vorne verfügen sie über Geschwindigkeit. In der Restverteidigung müssen wir darauf achten, Dominik Starkl und David Atanga immer im Griff zu haben.“ Zudem lässt sich Canadi eine Einschätzung über das taktische System zum Gegner entlocken. „Ich erwarte sie in einem 3-4-3 offensiv und 5-4-1 defensiv. In Hartberg haben sie bis zur Roten Karte (67. Minute, Anm.) kompakt gewirkt“, gibt er seine Einschätzung ab.

Die Saison von Chinedu Obasi (r.) ist zu Ende. Eine genaue Diagnose steht jedoch noch aus. Der Verdacht lautet auf Teilabriss der Achillessehne, passiert in der Partie gegen Ried. <span class="copyright">GEPA/lerch</span>
Die Saison von Chinedu Obasi (r.) ist zu Ende. Eine genaue Diagnose steht jedoch noch aus. Der Verdacht lautet auf Teilabriss der Achillessehne, passiert in der Partie gegen Ried. GEPA/lerch

Woche positiv gestalten

Eine Strategie könnte lauten, dem Gegner den Ball und das Spiel zu überlassen. Denn bei einer gut formierten Abwehr haben beide Teams Probleme, sich Möglichkeiten zu erarbeiten. Eine Taktik also, die wohl für beide Kontrahenten gilt. Der höhere Druck, das Spielgeschehen zu übernehmen, liegt jedoch bei den Gästen. Denn ihre Abstiegsgefahr ist als Tabellenschlusslicht zumindest zum aktuellen Zeitpunkt akuter.
Die Altacher könnten sich hingegen mit einem Erfolg nicht nur noch mehr Luft im Kampf um den Verbleib in der Liga sichern, sondern sogar den Blick nach oben wagen. Denn anschließend heißt der Gegner gleich zwei Mal Hartberg. „Wir wissen auch, dass wir uns nach oben orientieren können, wenn wir diese Woche positiv gestalten. Wir wollen diese Chance annehmen“, blickte Canadi vorsichtig voraus. Um diese Woche aber auch nach dem Wunsch des Trainers zu gestalten, müssen seine Stürmer eben auch Tore erzielen.

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