Sport

Der erste von drei Matchbällen

11.05.2021 • 07:53 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Der SCR Altach tritt heute (18.30 Uhr) bei Schlusslich St. Pölten an.

Die Ausgangslage für die Altacher beim Auftritt in St. Pölten heute (18.30 Uhr) ist klar. Mit einem Erfolg sichern sich die Rheindörfler vorzeitig den Klassenerhalt, bei einem Remis wäre ein Abstieg rechnerisch noch möglich. Dann müssten die Niederösterreicher allerdings auch die beiden ausstehenden Duelle gewinnen, und die Rheindörfler ohne weiteren Punkt bleiben. Doch im Falle einer Niederlage würde es das Team von Trainer Damir Canadi noch einmal spannend machen und sich der guten Ausgangslage nach dem Erfolg über Austria Wien vom Wochenende berauben. Der Übungsleiter bezeichnete die drei ausstehenden Partien daher auch als „drei Matchbälle“. „Wir haben es in der eigenen Hand. Jetzt können wir es schließen“, will der Wiener natürlich gleich den ersten Matchball verwerten.

In den beiden Duellen in diesem Jahr setzten sich die Altacher jeweils mit 1:0 durch. Mit einem solche Ergebnis wäre der Klassenerhalt fixiert. <span class="copyright">GEPA/lerch</span>
In den beiden Duellen in diesem Jahr setzten sich die Altacher jeweils mit 1:0 durch. Mit einem solche Ergebnis wäre der Klassenerhalt fixiert. GEPA/lerch

Fokus auf eigener Spielanlage

Bei diesem Vorhaben will sich der 51-Jährige keinesfalls auf die Niederösterreicher verlassen. Der Fokus soll allein auf die eigene Spielanlage und Leistung gerichtet werden. „Wir werden unser Spiel so durchziehen, wie auch in den letzten Wochen. Gegen Austria Wien haben wir in der ersten Halbzeit richtig gut gespielt, daran wollen wir anschließen“, führte der Trainer weiter aus. Die zweite Halbzeit war hingegen ein Beispiel dafür, dass sich Passivität rächen kann. Die Altacher wollten verwalten, gaben dadurch aber mehr Räume und auch Chancen preis. Der 2:1-Erfolg war am Ende zwar verdient, dennoch etwas glücklich.
An der Startformation wird Canadi nicht viel herumschrauben müssen. Einzelne Spieler könnten aufgrund des dichten Programms zunächst auf der Bank Platz nehmen. Die Entscheidung dafür soll aber erst während des Spieltags erfolgen. Lediglich hinter Csaba Bukta steht ein kleines Fragezeichen, da der 19-Jährige leichte Probleme am Hüftbeuger beklagte.

Bei Alexander Schmidt (r.) läuft es seit geraumer Zeit nicht mehr. Dem Stürmer gelang sein letzter Treffer im Jänner.  <span class="copyright">GEPA</span>
Bei Alexander Schmidt (r.) läuft es seit geraumer Zeit nicht mehr. Dem Stürmer gelang sein letzter Treffer im Jänner. GEPA

Erfolglosenserie

Der große Druck liegt aber in jedem Fall bei den Hausherren. Selbst ein Remis scheint zu wenig zu sein, denn die Admira könnte zeitgleich davonziehen. Dabei werden die Niederösterreicher von einer beispiellosen Erfolglosigkeit verfolgt. Ihr letzter Dreier datiert aus dem Februar. Seitdem gelangen in elf Begegnungen nur mehr drei Unentschieden. Die Altacher waren mit zwei 1:0-Siegen gleich als doppelter Spielverderber vertreten.
Eine genaue Analyse des Kontrahenten erübrigt sich, gab es doch zuletzt mehrere Personalwechsel. „Es ist überhaupt nicht vergleichbar. Ich habe jetzt das dritte Spiel und spiele gegen den dritten Trainer“, fasste es Canadi zusammen. Auf die Entlassung von Robert Ibertsberger folgte Georg Zellhofer als Feuerwehrmann, bevor Gerald Baumgartner für den Endspurt übernahm. Die Probleme scheinen aber unter jedem Steuermann die gleichen zu sein. Denn die Stürmer treffen das Tor einfach nicht mehr. Alexander Schmidt, mit zehn Treffern erfolgreichster Torschütze, traf zuletzt im Jänner. Dor Hugi wartet in diesem Kalenderjahr noch gänzlich auf sein Glück.
Dennoch wird St. Pölten heute den Weg nach vorne suchen müssen, ist es doch ein Muss-Sieg für sie. Dies sollte im Umkehrschluss Räume für die Altacher im eigenen Offensivspiel eröffnen. Dennoch warnte Canadi vor dem Kontrahenten: „St. Pölten wittert natürlich die letzte Chance, in der Liga zu bleiben. Darauf müssen wir vorbereitet sein.“

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