Sport

Altach fixiert Klassenerhalt

15.05.2021 • 22:55 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Mit seinem Treffer zum 1:0 brachte Manfred Fischer das Ziel Klassenerhalt früh auf Schiene. <span class="copyright">stiplovsek</span>
Mit seinem Treffer zum 1:0 brachte Manfred Fischer das Ziel Klassenerhalt früh auf Schiene. stiplovsek

Altach feierte im letzten Saison-Heimspiel einen 3:0-Erfolg über Ried.

Endlich ist es vollbracht. Die Erleichterung war groß, als Schiedsrichter Christopher Jäger bei starkem Regen den Schlusspfiff ertönen ließ. Die Altacher sind dank des 3:0-Heimsieges über die SV Ried auch nächstes Jahr in der Bundesliga vertreten. Dass St. Pölten zeitgleich mit der eigenen Niederlage die letzte Gelegenheit verstreichen ließ, doch noch einmal heranzukommen, geriet dabei zur Nebensache. Dabei ließen die Rheindörfler gestern nie Zweifel aufkommen, dass sie die Mission Klassenerhalt aus eigener Kraft packen wollten. Mit klarem Fokus und ohne Nervosität waren sie den Innviertlern in allen Belangen überlegen.

Emir Karic (r.) im Laufduell mit Patrick Möschl. Der Verteidiger wechselt im Sommer zu SV Darmstadt 98. <span class="copyright">GEPA/Lerch</span>
Emir Karic (r.) im Laufduell mit Patrick Möschl. Der Verteidiger wechselt im Sommer zu SV Darmstadt 98. GEPA/Lerch

Fischer führt Altach an

Zunächst hätte Patrick Möschl die Hausherren noch kalt erwischen können. Doch der Flügelstürmer setzte seinen Kopfball nach gerade einmal drei Minuten nur an die Querlatte. Berkay Dabanli und Emir Karic, für den es das letzte Heimspiel im Altach-Dress war, waren nicht in Position. Davon unbeeindruckt spielte das Team von Trainer Damir Canadi seinen Stiefel herunter. Viel eigener Ballbesitz, ohne dabei in der Offensive restlos ins Risiko zu gehen, prägte die Szenerie. Auf die Restverteidigung wurde ein wachsames Auge gerichtet, und so waren die Altacher Abwehrspieler jederzeit in Überzahl. Auch die Rückwärtsbewegung stimmte, und so wurden mögliche Gegenstöße der Innviertler bereits im Keim erstickt.
Dazu passte auch der Spielverlauf, brachte Manfred Fischer die Hausherren dem Ziel Klassenerhalt in der 12. Minute doch ein ordentliches Stück näher. Aljaz Casar setzte sich mit etwas Glück im Strafraum durch und fand im Rückraum den 25-Jährigen, der die Führung erzielte. Es passte irgendwie ins Bild, dass Fischer für den ersten Treffer verantwortlich war, führte er in den letzten Wochen doch seine Mitspieler mit Willenskraft und guten Leistungen an. Seine Zukunft bleibt allerdings ungeklärt, wobei auch ein Verbleib mittlerweile wieder eine Möglichkeit darstellt. Zuvor hatten sich Fischer (4.) und Daniel Maderner (5.) bereits versucht, waren jedoch jeweils am Torhüter gescheitert. Maderner kam zwar in der 34. Minuten am Rückhalt der Gäste vorbei, aus unmöglichen Winkel rauschte die Kugel jedoch quer zur Torlinie vorbei. Und noch vor der Halbzeit sorgte der Rieder Markus Lackner für eine Art Vorentscheidung. Im Mittelfeld legte er sich die Kugel zu weit vor und zog dann voll durch. Dabei traf er mit der Sohle voran das Schienbein von Alain Wiss und sah daher zur recht die Rote Karte.

Daniel Maderner (M.) war gestern wieder mit einem Tor zur Stelle. Für den 25-Jährigen war es der vierte Treffer in den vergangenen fünf Partien. <span class="copyright">GEPA/Lerch</span>
Daniel Maderner (M.) war gestern wieder mit einem Tor zur Stelle. Für den 25-Jährigen war es der vierte Treffer in den vergangenen fünf Partien. GEPA/Lerch

Gegenwehr gebrochen

Zum Seitenwechsel versuchten die Innviertler mit Personalwechseln, das Spiel nochmals herumzureißen, am Spielgeschehen änderte es allerdings wenig. Die Altacher ließen den Ball zirkulieren und ihre Gegner laufen. Das offensive Risiko wurde jedoch weiterhin gescheut, zumeist lieber die Sicherheitsvariante gewählt. Doch als die Begegnung gerade im Begriff war abzuflachen, stach Maderner zu. Nach einer Stunde legte Fischer per Schnittstellenpass auf den Stürmer vor, der die Kugel durch die Beine von Lukas Gütlbauer bugsierte. Nun war die Gegenwehr endgültig gebrochen.
In den Schlussminuten blieb nur mehr die Höhe des Sieges offen. Danilo Carando hätte bereits nachlegen können. Ihm fehlte aber die Standfestigkeit (72.) oder die Präzision (84.). In beiden Szenen wurde über den linken Flügel Klasse-Vorarbeit geleistet. Noch vor dem Schlusspfiff sorgte Daniel Nussbaumer für den Endstand, nachdem er noch Augenblicke zuvor an der Stange gescheitert war. In beiden Aktionen bediente ihn der ebenfalls eingewechselte Johannes Tartarotti mustergültig. Damit bewies Damir Canadi einmal mehr sein Händchen bei Einwechslungen.
Noch steht die abschließende Begegnung bei der Admira aus. Den Festlichkeiten wird diese bedeutungslose Partie jedoch nicht mehr im Wege stehen.

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