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“Ich bin kein Rassist”

14.06.2021 • 20:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
SOCCER - UEFA EURO 2020
SOCCER – UEFA EURO 2020 GEPA pictures

Nach dem dritten Tor brach Arnautovic in wilden Torjubel aus.

Der Torjubel von Marko Arnautovic nach dem 3:1 war außergewöhnlich. Da war wenig zu spüren von großer Freude, eher Wut war zu vernehmen. Kapitän David Alaba und Michael Gregoritsch schritten ein und versuchten den China-Legionär zu beruhigen – letztlich mit Erfolg.

Auch am Tag nach dem Spiel ist die Aufregung um Arnautovics Jubel groß. Das White-Power-Symbol wollen die einen entdeckt haben und schieben den 32-Jährigen damit in das rassitische Eck. Das serbische Medium “Informer” berichtet von Schimpftiraden gegen Nordmazedonien.

Arnautovic selbst distanziert sich gegenüber der Kleinen Zeitung von den Vorwürfen. “Das hat mich getroffen, als ich das heute gehört habe”, sagt Arnautovic. “Ich bin kein Rassist und werde niemals ein Rassist sein.” Ein Wortgefecht zwischen ihm und Spielern Nordmazedoniens gibt Arnautovic aber zu. “Das gehört dazu.”

Das ganze Statement im Video:

Rückendeckung für den Teamspieler gab es von ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel. “Trashtalk gehört zum Fußball. Vor 30, 40 Jahren hat mir mein Gegenspieler zeitweise auch nichts Schönes gesagt und ich ihm auch nicht”, meinte der Wiener. “Das Wichtigste ist, Marko hat klargestellt, dass er mit Politik gar nichts am Hut hat. Das Zweite ist, dass es nach dem Spiel ausgeräumt wurde. Sie sind nachher länger beieinandergestanden und haben alles besprochen. Das Thema ist ausgeräumt, es geht weiter”, erklärte Schöttel.

Weder der Sportdirektor noch Arnautovic machten Angaben dazu, mit welchem nordmazedonischen Gegenspieler sich der ÖFB-Kicker die Scharmützel geliefert hatte. Diverse Fotos lassen aber darauf schließen, dass es sich um Leeds-Profi Ezgjan Alioski gehandelt haben könnte.