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Flaschenwurf, Eigentor und acht Treffer

28.06.2021 • 23:05 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Alvaro Morata erzielte den ersten Treffer in der Verlängerung und brachte Spanien damit endgültig. auf die Siegerstraße. <span class="copyright">reuters</span>
Alvaro Morata erzielte den ersten Treffer in der Verlängerung und brachte Spanien damit endgültig. auf die Siegerstraße. reuters

Im spektakulärsten Spiel setzte sich Spanien gegen Kroatien durch.

Im Achtelfinale zwischen Kroatien und Spanien bestätigte sich ein kurioser Trend bei dieser EM-Endrunde. Noch nie fielen so viele Eigentore bei einer Europameisterschaft und nur selten so ein kurioses wie das 1:0 für Kroatien am Montag. Denn der WM-Finalist von 2018 ging in der 20. Minute ohne einen einzigen Torschuss in Führung. Tormann Unai Simon gelang beim Rückpass von Pedri das Kunststück, komplett am Ball vorbeizufahren, und so konnte er dem Unheil nur noch hinterhersehen.

Für die Spanier war der unglückliche Rückstand doppelt bitter. Von den Kroaten kam bis zur Führung in der Offensive nichts Zählbares, Spanien kontrollierte und traf auch zuerst – leider nur ins falsche Tor. Die Iberer zeigten aber die richtige Reaktion, glichen in der ersten Hälfte durch Pablo Sarabia völlig verdient aus (38.) und starteten auch mit mehr Schwung in den zweiten Durchgang. Zwölf Minuten nach Wiederanpfiff drehte Cesar Azpilicueta die Partie dann endgültig (57.) und läutete eine spektakuläre Schlussphase ein.

Mikel Oyarzabal sorgte für die Entscheidung in der Verlängerung. <span class="copyright">reuters</span>
Mikel Oyarzabal sorgte für die Entscheidung in der Verlängerung. reuters

Zunächst machte Simon im Tor der Spanier seinen Fehler wett, hielt eine Top-Chance von Josko Gvardiol (69.), wenige Minuten später avancierte der kroatische Verteidiger dann zum Pechvogel. Vor dem Treffer von Ferran Torres (76.) griff Gvardiol noch schnell zur Trinkflasche und verschlief die gefährliche Situation dadurch völlig. Trotz Flaschenwurfs zur Seitenlinie musste er den spanischen Torschützen nach einem weiten Freistoß passieren und einschieben lassen.

Das Achtelfinale schien entschieden, die Truppe von Trainer Zlatko Dalic gebrochen. Doch die Fans in Kopenhagen sollten noch einen denkwürdigen Fußballabend erleben. Zunächst gelang Mislav Orsic doch noch der Anschlusstreffer (85.), in der zweiten Minute der Nachspielzeit köpfelte Mario Pasalic sein Team dann sogar in die Verlängerung und die Anhänger in rot-weiß-kariertem Trikot in völlige Ekstase. Lange sollte sie aber nicht halten. Zwar starteten die Kroaten besser in die Verlängerung, die Tore fielen trotzdem auf der anderen Seite. Alvaro Morata (100.) und Mikel Oyarzabal (103.) ließen die kroatischen Fans und auch die letzten Kritiker in ihrem Heimatland mit einem entscheidenden Doppelschlag verstummen.

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