Sport

Das größte und das kleinste Budget

18.11.2021 • 22:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der neue Vorstand des FC Dornbirn mit Hanno Gmeiner, Dorothea Schertler, Kristian Krause, Rene Scherr (neu), Peter Handle, Werner Brunold und Andreas Genser (v. l.).<span class="copyright">Klaus hartinger</span>
Der neue Vorstand des FC Dornbirn mit Hanno Gmeiner, Dorothea Schertler, Kristian Krause, Rene Scherr (neu), Peter Handle, Werner Brunold und Andreas Genser (v. l.).Klaus hartinger

Der FC Dornbirn hielt gestern seine Jahreshauptversammlung ab.

Das höchste Budget seiner Amtszeit und das kleinste der gesamten zweiten Liga“, beschrieb FC-Dornbirn-Geschäftsführer Andreas Genser jene Zahlen, die er gestern bei der Jahreshauptversammlung auf der Birkenwiese den Mitgliedern des Vereins vorstellte. Die Rothosen bilanzierten trotz Corona-bedingten Geisterspielen mit einer „Schwarzen Null“. Einnahmen von 1.1145.000 Euro stehen Ausgaben von rund 1.140.000 Euro gegenüber.
Seit der bislang letzten Jahreshauptversammlung, die 2019 stattgefunden hatte, hat sich im Verein viel getan. Sowohl das Herren- als auch das Damenteam sind in die 2. Liga aufgestiegen, allerdings überwogen bei Ersterem in den vergangenen Monaten die negativen sportlichen Schlagzeilen. Zuletzt gipfelte die Krise in der Beurlaubung von Trainer Eric Orie. „Nach der 1:4-Niederlage gegen Vorwärts Steyr ist es zum Bruch zwischen Trainer und Mannschaft gekommen“, beschrieb Sport-Vorstand Peter Handle die Situation. Dieser Moment sei „Neuland“ für den Vorstand gewesen, nach sehr langen Gesprächen sei es dem Vorstand nicht gelungen, den Riss zwischen Trainer und Mannschaft zu kitten. Das Ziel bleibt nun der Klassenerhalt.
Größer sind die Erwartungen bei den Damen, wie Werner Brunold ausführte. Nach dem angepeilten Bundesligaaufstieg wollen die Rothosen vorne mitspielen: „Wir haben nicht im Sinn, um die Ränge fünf bis acht zu kämpfen, wir wollen unter die Top drei.“

Vorwürfe an die Politik

Lange nichts passiert. Für lautstarke Diskussionen sorgte bei der offenen Diskussion die infrastrukturelle Situation beim FC Dornbirn. Im Nachwuchs – 350 Kinder sind aktuell beim FCD aktiv – konnte durch die Kooperation mit dem SC Hatlerdorf einiges verbessert werden, doch die Birkenwiese „platzt aus allen Nähten“ und „hat sich seit 30 Jahren nicht verändert“. Die anwesenden Politiker, Vizebürgermeister Markus Fäßler und Sportstadtrat Julian Fässler, kündigten mittelfristige Verbesserungen an.