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Austria weiter nicht zu stoppen

19.11.2021 • 22:58 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Austria weiter nicht zu stoppen
Haris Tabakovic verwandelte im zweiten Anlauf einen Elfmeter für die Austria. GEPA

Austria Lustenau sicherte sich mit einem 4:1-Erfolg bei den Young Violets den Winterkönig.

Es läuft einfach bei der Austria. Auch in Momenten, in denen es zunächst nicht so wirkt. Der Start ins Spiel gegen die Young Violets war solch ein Moment. Nach einem etwas lethargischen Beginn der Gäste und einer Startoffensive der Violetten führte der erste Lustenauer Angriff gleich zu einem Elfmeter.

Nach einem Steckpass tauchte Brandon Baiye alleine vor dem herausstürmenden Wiener Keeper Sandali Conte auf. Baiye legte den Ball vorbei und nahm die Berührung des Gegenspielers dankend an – der Elfmeterpfiff war die logische Folge. Torjäger Haris Tabakovic übernahm die Verantwortung – und scheiterte kolossal. Doch Sekunden nachdem Keeper Conte den schwach geschossenen Strafstoß des Schweizers parierte, unterbrach Schiedsrichter Alexander Harkam die Partie und ließ den Elfmeter wiederholen. Aus seiner Sicht hatte sich Conte zu früh vor die Linie bewegt – eine harte Entscheidung. Beim zweiten Versuch machte es Tabakovic besser und erzielte die Führung für die Grün-Weißen (8.).

Fehler führt zum Ausgleich

Mit dem 1:0 im Rücken tat sich die Austria deutlich leichter und zeigte viele schöne Kombinationen. Tabakovic vergab gleich mehrfach aus aussichtsreicher Position (15., 18., 28.). Doch auch die „Jungen Veilchen“ betei­ligten sich am munteren Spielchen in der Generali Arena. Die technisch starken Hausherren erspielten sich einige Möglichkeiten und profitierten kurz vor der Pause von einem Defensivfehler von Fabian Gmeiner. Sein Gegenspieler Tristan Hammond kam im Sechzehner völlig frei zum Abschluss und erzielte den überraschenden Ausgleich (44.).

Verletzung

Nach der Pause suchte die Austria nach dem „Dosenöffner“ für die Young-Violets-Verteidigung und setzte sich mit Ballbesitzphasen lange in der gegnerischen Hälfte fest. Tabakovic erzielte zwar wieder einen Treffer, der allerdings wegen Abseits nicht zählte. Dann tauchte Abwehrchef Matthias Maak in der gegnerischen Hälfte auf und setzte zuerst einen Kopfball auf die Oberkante der Latte (66.), kurz darauf startete er eine Slalomlauf durch die Wiener Abwehr, der Schuss aus 20 Metern streifte jedoch knapp über den Kasten (71.).
Die Entlastungsangriffe der Hausherren wurden unregelmäßiger, umso verdienter fiel schließlich der Führungstreffer für die Elf von Trainer Markus Mader. Nach einer schönen Kombination über Baiye und Muhammed Cham war es Hakim Guenouche, der aus ganz spitzem Winkel Keeper Conte schlecht aussehen ließ.

Maak musste vom Platz
In der Schlussphase gab es noch eine schlechte Nachricht abseits des Sportlichen. Kapitän Maak knickte um und musste ausgewechselt werden. Er konnte den Platz nur auf einem Rollstuhl verlassen und wird nächste Woche wohl ausfallen. Dafür gab es auch noch eine schöne Geschichte. Daniel Tiefenbach feierte sein Comeback nach Kreuzbandriss und traf wenige Minuten nach seiner Einwechslung zur Entscheidung (90.). Als Schlusspunkt traf Haris Tabakovic zum 19. Mal in dieser Saison