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Interne Aufarbeitung soll helfen

30.11.2021 • 22:34 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Im Hinspiel war Kelvin Yeboah eine Nummer zu groß für Altach. Der 21-jährige Stürmer traf beim 3:1-Erfolg der Steirer doppelt. <span class="copyright">GEPA</span>
Im Hinspiel war Kelvin Yeboah eine Nummer zu groß für Altach. Der 21-jährige Stürmer traf beim 3:1-Erfolg der Steirer doppelt. GEPA

Im Nachtragsspiel empfängt der SCR Altach heute (19 Uhr) Sturm Graz.

Für die Altacher gibt es nicht viel Zeit, ihre Niederlage vom Wochenende zu verdauen. Bereits heute wartet mit Sturm Graz die nächste Heimpartie auf die Rheindörfler. Aufgearbeitet wurde das Spiel gegen die WSG Tirol dennoch, war dies doch auch bitter nötig. Denn die 0:3-Pleite förderte viel Negatives zutage und bestätigte den Negativtrend, in welchem sich die Vorarlberger befinden. „Natürlich sind wir mit dem letzten Spiel sehr unzufrieden. Mit der ganzen Art und Weise, wie wir gespielt haben. Das war für mich sehr enttäuschend. Wir haben das klar und kritisch aufgearbeitet“, wagte Trainer Damir Canadi einen Rückblick.
Dabei wurde auch die Mannschaft als Einheit aktiv und sprach die Probleme an. „Sie haben sich zusammengesetzt und aktiv an dieser Situation gearbeitet. Das war das erste Mal, seit ich da bin, dass sie sich aktiv damit beschäftigt haben und dass sie ihr Auftritt so geärgert hat“, verdeutlichte der Übungsleiter.
Dies wurde auch dringend nötig, denn gegen die Tiroler fehlte am Platz noch jegliche Reaktion, jegliche Leidenschaft. Der entscheidende Treffer zum 0:2 wurde beispielsweise einfach hingenommen. „Wir waren in den Abständen viel zu weit und in der Organisation nicht optimal besetzt. Von der Mentalität war es nicht gut genug in den Zweikämpfen“, sprach der Wiener einige Schwachpunkte an.

Sturmduo ist zurück

Aus dieser Sicht spricht im Duell mit den Steirern wenig für die Hausherren. Bereits vor der Niederlage gegen die Tiroler setzte es für die Altacher zwei Pleiten. In allen drei Partien wurde zudem kein eigener Treffer erzielt.
Zumindest für den letzten Punkt könnte die Rückkehr des Sturmduos Atdhe Nuhiu und Noah Bischof Abhilfe schaffen. Der 18-jährige Bischof gehörte in der Woche zuvor bis zu seinem Ausschluss noch zu den Auffälligsten, Nuhiu setzte sich mit seinem Körper in vielen Zweikämpfen ein. Diese Zweikämpfe musste der 32-Jährige allerdings zumeist nach langen Bällen bestreiten, womit er im Konter dann in der gefährlichen Zone schmerzlich vermisst wurde. Dies sollte sich für heute ebenfalls ändern.

Sturm im Formtief

Neben den Altachern haben allerdings auch die Grazer mit einer Negativserie zu kämpfen. Im Hinblick auf ihren dritten Tabellenplatz mag es überraschen, dass das Team von Trainer Christian Ilzer seit eineinhalb Monaten auf einen Sieg wartet. Seitdem folgten drei Niederlagen in der Bundesliga, das Cup-Aus sowie zwei Pleiten in der Europa League. Nur zwei Remis, je einer in der Bundesliga und Europa League, sorgten für positive Erlebnisse.
Auf die Form des Kontrahenten wollte sich Canadi allerdings nicht fokussieren. „Die Probleme können sie gut beheben. Da haben wir mehr Probleme. Wir haben unsere eigenen Sorgen und schauen mehr auf uns“, erklärte der 51-Jährige. Als Ziel gab er dennoch die drei Punkte und die Abgabe der roten Laterne aus. Dafür muss sich bei seiner Mannschaft im Vergleich zum Wochenende aber vieles ändern.