Sport

Negativserie setzt sich fort

11.12.2021 • 22:17 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Seifedin Chabbi im Duell mit den Altachern Felix Strauss und David Bumberger (v.l.). <span class="copyright">gepa</span>
Seifedin Chabbi im Duell mit den Altachern Felix Strauss und David Bumberger (v.l.). gepa

Altach verliert das letzte Spiel des Jahres gegen Ried mit 1:2.

Ein Seitenwechsel und eine Weiterleitung in der ersten Minute der Nachspielzeit reichten Ried aus. Es reichte aus, um Altach die sechste Niederlage in Serie zuzufügen. Es reichte aus, um einem ohnehin völlig verkorksten Herbst die Krone aufzusetzen. Und es reichte aus, den Rheindörflern auch die letzte positive Emotion vor dem Gang in die Winterpause zu verderben.
Dabei war die Pleite im Innviertel für das Team von Trainer Damir Canadi am Ende verdient, aufgrund der späten Entscheidung allerdings umso bitterer und ein Beleg dafür, dass, wenn es nicht läuft, jegliches Glück fehlt. Eine Partie, die zu diesem Herbst passt.

Emanuel Schreiner lief in der ersten Halbzeit als Kapitän auf. <span class="copyright">GEPA</span>
Emanuel Schreiner lief in der ersten Halbzeit als Kapitän auf. GEPA

Spielerische Schwächen

Die Gäste begannen mit David Bumberger in der Startformation, allerdings nicht als Innenverteidiger, sondern als defensiver Mittelfeldspieler. Dadurch agierte Stefan Haudum offensiver, fast als eine Art hängende Spitze. Doch es waren die Hausherren, die zunächst das Spielgeschehen übernahmen und mit der ersten Aktion in Führung gingen. Per Lupfer wurde die Abwehrkette in der 12. Minute ausgehebelt, und Seifedin Chabbi schloss überlegt ins lange Eck ab.
Die Altacher versuchten zu reagieren, offenbarten allerdings spielerische Mängel. Ein Kopfball von Pape-Alioune Ndiaye in der 25. Minute nach einem Freistoß blieb das offensive Highlight. Bei mehreren Distanzversuchen von Haudum in der direkten Folge fehlte die Präzision. Die Versuche, dass eigene Spiel offensiv anzutreiben, scheiterten zumeist an den technischen Schwächen. Gerade Manuel Thurnwald versprang die Kugel auffällig häufig. Fehlpässe gehörten daher zum Spiel der Altacher. Als Sinnbild sei die Aktion direkt vor der Halbzeit angeführt, als Bumberger sowohl Ball und Spielfeld vor sich hatte. Doch der 22-Jährige wusste damit nichts anzufangen, lief folglich direkt in seinen Mitspieler hinein und verlor die Kugel.

Nach fünf Partien ohne eigenen Torerfolg durften die Altacher zumindest über einen eigenen Treffer jubeln. Es blieb der einzige Freudentaumel. <span class="copyright">gepa</span>
Nach fünf Partien ohne eigenen Torerfolg durften die Altacher zumindest über einen eigenen Treffer jubeln. Es blieb der einzige Freudentaumel. gepa

Torsperre beendet

Seine spielerischen Mängel setzten sich auch im zweiten Durchgang fort, und doch entwickelte sich Bumberger zum zwischenzeitlichen Helden. In der 55. Minute war es ihm vergönnt, die 511 Minuten andauernde Torsperre der Altacher mit seinem Treffer zum 1:1 zu beenden. Ein Zufallsprodukt, riss Thurnwald doch die Flanke ab, und verpassten die Rieder die Chance zur Klärung. Doch zumindest durften die Vorarlberger nach fünf torlosen Partien endlich wieder einmal jubeln.
Es war gegen keineswegs überragende Innviertler die stärkste Phase. Vielmehr wirkten die Hausherren an diesem Tag selbst für das kriselnde Altach schlagbar. Doch die Rheindörfler wurden mit weiterem Verlauf der Begegnung immer passiver, die Rieder hingegen immer stärker. Das Prinzip für Angriffe war dabei ungemein simpel und eine Kopie des Führungstreffers. Ein Pass aus der Abwehrreihe, eine schnelle Weiterleitung, und die Altacher waren entblößt. Doch Chabbi (69.) verzog beim Abschluss, und Leo Mikic (79.) fand in der schnellen Reaktion von Torhüter Tino Casali seinen Meister.

Tino Casali pariert einen Kopfball noch direkt vor der Linie. An ihm lag es nicht, dass die Altacher die Heimreise ohne Punkte antreten mussten. <s><span class="copyright">apa</span></s>
Tino Casali pariert einen Kopfball noch direkt vor der Linie. An ihm lag es nicht, dass die Altacher die Heimreise ohne Punkte antreten mussten. apa

Niederlagenserie

Weitere Möglichkeiten zur Entscheidung ließen Stefan Nutz (82.) und Constantin Reiner (83.) liegen. Beide scheiterten mit ihren Versuchen an Casali. So war es dann Ante Bajic vergönnt, nach einem Seitenwechsel und einer Weiterleitung in der 91. Minute den Siegtreffer zum 2:1 für Ried zu erzielen. Ein Gegentreffer, der viel zu einfach zugelassen wurde.
Für die Rheindörfler bedeutet dies die sechste Niederlage in Serie. Mit dem Negativtrend geht es zudem in die Spielpause. Es dürfte daher ein ungemütlicher Winter werden, braucht es doch dringend Veränderungen im Rheindorf.