Sport

Akagündüz übernimmt den FCD-Trainersessel

15.12.2021 • 22:06 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Muhammet Akagündüz arbeitet als Coach zum ersten Mal nicht für den SK Rapid Wien. <span class="copyright">Gepa</span>
Muhammet Akagündüz arbeitet als Coach zum ersten Mal nicht für den SK Rapid Wien. Gepa

FC Dornbirn hat sich für eine externe Trainerlösung entschieden.

Ein Grün-Weißer wechselt zu den Rothosen. Muhammet Akagündüz wird Nachfolger des Mitte November beurlaubten Eric Orie als Trainer des FC Mohren Dornbirn. Der 43-jährige Ex-ÖFB-Nationalspieler arbeitete seit dem Ende seiner aktiven Karriere beim SK Rapid Wien als Nachwuchs­coach. Drei Jahre lang betreute er die zweite Mannschaft des Rekordmeisters in der Regionalliga Ost. 2017 absolvierte der in der Türkei geborene Akagündüz den UEFA-Pro-Lizenz-Kurs und sah schon damals seine Zukunft im Profibereich, weshalb sein Vertrag bei den Rapid Amateuren 2019 vorzeitig aufgelöst wurde. Ein Jahr später kehrte er dennoch zur Akademie des Wiener Großklubs zurück.

Arbeit mit Talenten

Kontakt zum FC Dornbirn habe es bereits im vergangenen Sommer gegeben, als der Zweitligist einen Nachfolger für den nach Lustenau abgewanderten Coach Markus Mader gesucht hatte und sich schließlich für Eric Orie entschied. Doch nach einer Negativserie kam es zur Trennung vom Niederländer, unter Interimstrainer Klaus Stocker holten die Dornbirner immerhin vier Punkte aus den letzten beiden Spielen vor der Winterpause.
Stocker wird auch unter Akagündüz Co-Trainer bleiben, ebenso wie Torwarttrainer Andreas Morscher. „Der neue Trainer ist froh, dass er jemanden hat, der den Verein und die Mannschaft gut kennt“, erzählt Peter Handle, Sportlicher Leiter der Dornbirner.
Die Wahl sei auch deshalb auf den ehemaligen Stürmer gefallen, weil er sich in den vergangenen Jahren bei der Arbeit mit jungen Talenten ausgezeichnet habe. Im Kader der Rothosen scheinen nach einem Umbruch im Sommer zahlreiche Talente auf, die zukünftig noch mehr Verantwortung übernehmen sollen. Die Struktur des Halb-Profitums, das zahlreiche Spieler – die nebenbei berufstätig sind – im Kader stehen, werde laut Handle jedoch beibehalten.

Akagündüz verlässt seine Trainerheimat Rapid Wien. <span class="copyright">GEPA</span>
Akagündüz verlässt seine Trainerheimat Rapid Wien. GEPA

Vertrag bis Saisonende

Als Spieler hat Akagündüz ein einziges Mal gegen den FC Dornbirn gespielt. In der Zweitligasaison 2009/10 erzielte der heute 43-Jährige beim 4:0-Erfolg seines damaligen Klubs Admira Wacker Mödling einen Treffer. Im Rückspiel auf der Dornbirner Birkenwiese, das mit einer 1:8-Klatsche endete, fehlte Akagündüz aufgrund eines Kreuzbandrisses. Als Trainer will der langjährige SV-Ried-Angreifer den Abstieg der Dornbirner verhindern. „Der FC Mohren Dornbirn steht für ein familiäres Umfeld und ein geschlossenes Miteinander. Ich freue mich schon auf den Rückrundenstart, um endlich mit der Mannschaft loszulegen“, sagt Akagündüz. In der Tabelle der 2. Liga belegen die Rothosen mit dem 14. Platz den ersten Abstiegsrang. Der Vertrag mit dem neuen Trainer läuft zunächst bis Sommer 2022.