Kommentar

So ist er, der „Izzi“ Hämmerle

10.02.2022 • 23:55 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Alessandro Hämmerle in Gedanken versunken nach seinem Olympiasieg.
Alessandro Hämmerle in Gedanken versunken nach seinem Olympiasieg.

Die Erwartungshaltung an Alessandro Hämmerle war riesig. SBX-Superstar, Raketenmann, Dominator – es gab kaum ein Superlativ, mit dem er in den vergangenen Jahren nicht betitelt wurde; nicht zuletzt in der NEUE. Vor gar nicht allzu langer Zeit offenbarte Hämmerle in einem Gespräch nach einem Interview, dass solche Lobpreisungen schon Druck erzeugen würden bei ihm. Aber er hat gelernt, mit dem Druck umzugehen, ohne dass er zu einer unnahbaren Kunstfigur geworden ist, wie das durchaus oft bei den Großen im Sport der Fall ist.
Und Hämmerle ist ein ganz Großer. Das war er schon vor seinem Olympiasieg – jetzt ist er eine Ikone für die Ewigkeit. Weil er eben diesem Druck standhielt. Hämmerle ist aber vor allem auch deshalb ein Großer, weil er einfach, und ja, ich wiederhole mich, ein feiner Mensch ist. Starallüren sind ihm fremd, er ist immer noch der unkomplizierte „Izzi“, der er vor zehn Jahren am Beginn seiner Weltcup-Karriere war.
Als er in Peking der NEUE ein Selfie schicken sollte, entschuldigte er sich, dass es ihm auf der Piste zu kalt gewesen sei, um das Handy zu zücken und fragte, wie er das wettmachen könne. So ist er. In der größten Stunde seiner Karriere dachte Hämmerle außerdem an seinen engen Freund Johannes Strolz, der fast zeitgleich Olympiagold geholt hatte und schickte ihm herzliche Glückwünsche. Das ist eine Größe, die weit über das Heldentum der Sieger hinausgeht.

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