Sport

Die Hürden am Weg zum Aufstieg

18.02.2022 • 22:37 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Trainer Markus Mader und Torjäger Haris Tabakovic stehen vor großen Hürden. <span class="copyright">Gepa (3)</span>
Trainer Markus Mader und Torjäger Haris Tabakovic stehen vor großen Hürden. Gepa (3)

Austria Lustenau eröffnet die Frühjahrssaison heute (14.30 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den SV Lafnitz. Beim Vorhaben Aufstieg soll Stürmer Haris Tabakovic eine zentrale Rolle spielen.

Zum Start der Frühjahrsmeisterschaft gibt es für Austria Lustenau nur ein Ziel: Den lange ersehnten Aufstieg in die Bundesliga zu schaffen. Die Ausgangsposition für die Grün-Weißen ist bekanntermaßen ausgezeichnet, doch die Aufgaben sind speziell in den ersten Runden nach der Winterpause schwierig. Die Elf von Trainer Markus Mader bekommt es heute mit dem Sechsten Lafnitz, nächste Woche mit dem ersten Verfolger Liefering und anschließend mit dem wohl größten Rivalen im Aufstiegskampf, den FAC Wien, zu tun.
Hohe Hürden, welche die Austria aber meistern muss, will sie den Traum von der Rückkehr in die Bundesliga schaffen. Zur Erinnerung: Die Lustenauer würden als Meister der 2. Liga ebenso direkt aufsteigen wie wenn sie Zweiter hinter einem Verein werden, der nicht aufstiegsberechtigt ist (zum Beispiel Liefering). Ab Rang drei müsste die Austria – sollte sie weiterhin der beste aufstiegsberechtigte Klub sein – eine Relegation gegen den Letzten der Qualifikationsgruppe bestehen.

Erste Adaptierungen im Stadion

Voraussetzung für einen möglichen Aufstieg ist neben dem sportlichen Erfolg bekanntlich die Erteilung der Lizenz. Daran wird derzeit im Reichshofstadion gearbeite. Auf der Südtribüne wurde ein Holzhäuschen errichtet, das als TV-Position verwendet wird. Weitere Kameratürme auf Höhe der Strafräume werden nächste Woche geliefert und aufgestellt. Auf der Haupttribüne wurden im südlichen Bereich zwei Stufen hinter den Sitzreihen gebaut. Sie sollen den Auswärtsfans – der Sektor würde auf diese Tribüne übersiedeln – als Stehplätze dienen (siehe Fotos rechts). Der März wird sowohl sportlich als auch strukturell zum Monat der Wahrheit, müssen die Lizenzunterlagen doch bis zum 3. März bei der Bundesliga eingelangen.

Die Südtribüne mit einem Häuschen für die TV-Kameras. <span class="copyright">Emerich</span>
Die Südtribüne mit einem Häuschen für die TV-Kameras. Emerich

Rückkehr von Tabakovic

Doch zurück zum heutigen Spiel, das wieder vor bis zu 2000 Zuschauern ausgetragen wird. Die organisierte Fanszene wird auf ihr Erscheinen aufgrund des Wegfalls der Stehplätze, der 3G-Regel und der Maskenpflicht vorerst noch verzichten. Trotzdem freut sich die Mannschaft darauf, endlich wieder vor Fans spielen zu dürfen. „Mit Fans haben wir mindestens um eine Klasse besser gespielt als vor leeren Rängen“, ist sich Torhüter Domenik Schierl sicher.
Die personellen Sorgen von Coach Madern haben sich allmählich aufgelöst. Die Lustenauer müssen zwar weiterhin auf Daniel Tiefenbach (Kreuzbandriss) und Matthias Maak (Muskelverletzung) verzichten, dazu fällt Dragan Marceta (krank) aus. Dafür kehren Wallace – der Brasilianer wird zunächst auf der Bank Platz nehmen – und voraussichtlich Angreifer Haris Tabakovic in den Spieltagskader zurück.
Tabakovic hatte in der Vorbereitung nur das erste Testspiel gegen die WSG Tirol am 14. Jänner bestritten und anschließend wegen Knieproblemen immer wieder pausiert. Aus dem Trainingslager in der Türkei musste der Schweizer vorzeitig abreisen, um sich in Innsbruck untersuchen zu lassen.

Lieblingsgegner

Sieben Mal sind Austria Lustenau und der SV Lafnitz bislang aufeinander getroffen, noch nie konnte sich dabei das Heimteam durchsetzen. Dafür sind im West-Ost-Duell Tore garantiert, 4,3 Treffer fielen im Schnitt pro Partie. An das erste Saisonduell wird vor allem Tabakovic gerne zurückdenken. Dem Angreifer gelangen beim 4:1-Auswärtssieg alle vier Treffer, ehe er in der 69. Minute ausgewechselt wurde. Bereits in der Vorsaison hatte der 27-Jährigen in zwei Spielen gegen Lafnitz vier Mal getroffen.