Sport

Nächster Tiefschlag für Altach

26.02.2022 • 22:55 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Mustapha vollendet einen Konter und hebt die Kugel an Torhüter Casali vorbei. In dieser Szene verletzte sich zudem Verteidiger Nanizayamo. <span class="copyright">gepa/lerch</span>
Mustapha vollendet einen Konter und hebt die Kugel an Torhüter Casali vorbei. In dieser Szene verletzte sich zudem Verteidiger Nanizayamo. gepa/lerch

Gegen den Vorletzten Admira unterliegen die Rheindörfler mit 0:2.

Die Talfahrt der Altacher setzt sich auch in der richtungsweisenden Partie gegen den Vorletzten Admira fort. Wieder einmal geraten die Rheindörfler früh in Rückstand, wieder einmal wird der Kampf zu spät angenommen und wieder einmal bleibt ein Erfolgserlebnis aus. So ist die neunte Niederlage in Serie die logische Konsequenz, womit der Abstand zum nächsten Konkurrenten bereits sieben Punkte beträgt. Die drohende Gefahr des Abstieges, sie wächst an.

Bakary Nimaga (r.) blieb gegen die Admira unauffälliger als in den Wochen zuvor. <span class="copyright">gepa/lerch</span>
Bakary Nimaga (r.) blieb gegen die Admira unauffälliger als in den Wochen zuvor. gepa/lerch

Katastrophaler Beginn

Die Begegnung begann so, wie sie nicht schlechter hätte beginnen können. Wie bereits in den beiden Wochen zuvor lagen die Hausherren nach wenigen Minuten in Rückstand. Vorausgegangen war ein gestrecktes Bein von Gianluca Gaudino, mit welchem er seinen Gegenspieler traf, ein Pfiff nach VAR-Überprüfung und dem Elfmeter von Roman Kerschbaum. Diesen konnte Torhüter Tino Casali zwar noch parieren, doch beim Nachschuss war er chancenlos. Nach sieben Minuten war die Mission Heimsieg damit bereits in turbulenten Gewässern angekommen.
Dieser Rückschlag erhöhte die Verunsicherung bei Jan Zwischenbrugger und Co. sichtlich und zeigte sich in vielen technischen Fehlern. Die Verteidiger kamen zudem überhaupt nicht in die Zweikämpfe, Altach wirkte chaotisch und war schlichtweg überfordert. Die Südstädter kombinierten sich selbst in Unterzahl problemlos durch die Reihen und kreierten weitere Topchancen. Bei einem Schuss von Marlon Mustapha (15.) und einem Kopfball von Stefano Surdanovic (16.) reagierte Casali jedoch glänzend.
Der mögliche Ausgleich aus dem Nichts durch Atdhe Nuhiu wurde durch einen Foulpfiff (19.) zurückgenommen. Allerdings hatte sich der Stürmer in einem fairen Zweikampf gegen den Torhüter, der außerhalb des Fünfmeterraumes war, eingebracht. Unverständlich auch, dass die Überprüfung durch den VAR ausblieb. Es dauerte in der Folge bis Minute 30, ehe die Hausherren wirklich in der Begegnung angekommen waren und endlich auch den Kampf annahmen. Eine erste Offensivbemühung durch Nosa Edokpolor wurde mit einem Elfmeterpfiff belohnt, nachdem dieses Mal der VAR eingegriffen hatte. Nuhiu übernahm die Verantwortung, doch es war bezeichnend, dass der Stürmer an Torhüter Andreas Leitner scheiterte. Den Rheindörflern fehlt derzeit jegliches Spielglück, allerdings erzwingen sie es sich auch nicht, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Ein Flankenversuch von Dominik Reiter streifte zudem noch die Oberkante der Latte.

Die Partie war kein fußballerischer Leckerbissen, sondern umkämpft. Noah Bischof (r.) setzt sich hier mit unerlaubten Mitteln gegen Samuel Major ein. <span class="copyright">GEPA/Lerch </span>
Die Partie war kein fußballerischer Leckerbissen, sondern umkämpft. Noah Bischof (r.) setzt sich hier mit unerlaubten Mitteln gegen Samuel Major ein. GEPA/Lerch

Pfostenschuss

Der zweite Durchgang sollte so beginnen wie der erste. Dabei waren die Altacher eigentlich in der 49. Minute im Vormarsch, gerade dabei eine Torchance zu kreieren. Ein Fehlpass von Reiter leitete den Konter der Admira ein, an dessen Ende Mustapha Verteidiger Zwischenbrugger stehen ließ und zum 2:0 vollendete.
In weiterer Folge stellten sich die Gäste tief in die eigene Hälfte, das Team von Ludovic Magnin brauchte seine Zeit, um sich Gelegenheiten zu erspielen. Eine erste Annäherung erfolgte durch Christoph Monschein (67.) per Dropkick. Deutlich näher kam der 29-Jährige dem Torjubel in der 81. Minute, als er mit einem satten Schuss nur den Pfosten traf. Einmal mehr ein Beleg dafür, dass den Altachern derzeit nichts aufgeht. „Wir müssen hart arbeiten, damit die Kleinigkeiten wieder auf unsere Seite fallen. Das passiert im Moment nicht. Die Leistung der ersten 20 Minuten war nicht gut, da waren wir nicht bereit“, meinte Kapitän Zwischenbrugger nach der Partie.
Zu allem Überfluss mussten Gianluca Gaudino und Mickaël Nanizayamo verletzt ausgewechselt werden. Zum Abschluss des Grunddurchgangs wartet kommende Woche Liga­krösus Salzburg.

Du hast einen Tipp für die NEUE Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@neue.at.