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“Clasico des Grauens”: Barcelona besiegt Real

21.03.2022 • 13:46 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
David Alaba (links) konnte beim 0:4 gegen Barcelona nicht mehr hinsehen
David Alaba (links) konnte beim 0:4 gegen Barcelona nicht mehr hinsehen (c) IMAGO/Shutterstock (IMAGO/Pressinphoto/Shutterstock)

Real Madrid kassierte im Heimspiel eine empfindliche 0:4-Niederlage.

Beim 2:1-Erfolg im Liga-Hinspiel traf David Alaba noch für Real Madrid im Clasico gegen den FC Barcelona. Bei der 0:4-Klatsche im Bernabeu-Stadion erwischte der ÖFB-Star nun einen rabenschwarzen Tag. “Sein schlechtestes Spiel in Weiß” befand die spanische Sportzeitschrift Marca etwa, Alaba und Eder Militao, sein Nebenmann in der Innenverteidigung, “waren eine einzige Katastrophe”.

Vor dem 0:1 durch Pierre-Emerick Aubameyang (29.) entschied sich Alaba im Abwehrzentrum anstatt für eine Kopf- für eine nicht mögliche Fußabwehr, beim 0:2 ließ er im Verbund mit Militao dem Kopfballtorschützen Ronaldo Araujo zu viel Platz (38.). Auch beim 0:3 durch Ferran Torres (47.) unmittelbar nach Wiederanpfiff schrieb der 29-Jährige mit einem schlechten Pass an der Vorgeschichte des Treffers mit. Dass er ca. fünf Minuten darauf das Abseits aufhob, und den Weg für Aubameyangs Lupfer zum 4:0 freimachte (51.), passte ins Bild – auch jenes des VAR, der noch konsultiert werden musste.

Mit einem triumphalen 4:0-(2:0)-Sieg bei Real Madrid hat der FC Barcelona seine aktuelle Topform in der spanischen Fußball-Meisterschaft unter Beweis gestellt. Real mit dem an diesem Abend indisponierten ÖFB-Star David Alaba war zu Hause ohne Chance, führt die Tabelle aber weiterhin mit 66 Punkten vor dem FC Sevilla (57) an, der vor der Real-Pleite gegen Real Sociedad daheim nur 0:0 gespielt hatte. Barca ist Dritter, punktgleich mit Atlético Madrid (je 54). Okdiario schrieb nicht grundlos von “Alabas Clasico des Grauens”. Vom digitalen Fachmagazin Real Total bekam Alaba die schlechteste Note 6. “Er verlor ganze zwölf Bälle, was in der 47. Minute zum vorentscheidenden 0:3 führte und allen Hoffnungen Reals auf ein Comeback in der zweiten Hälfte ein jähes Ende bereitete”, hieß es.

Im Finish sorgte der Wiener aber auch für einen der wenigen Offensivakzente der Hausherren, Barca-Goalie Marc-Andre ter Stegen konnte seinen Versuch entschärfen (79.). Ohne den verletzten Torjäger Karim Benzema brachte die Offensive der Madrilenen, die diesmal ganz in Schwarz spielten, fast nichts zustande. Zuletzt hatte Barca im November 2015 mit 4:0 bei Real Madrid gewonnen. In den zurückliegenden sechs Klassikern war dem Klub kein Sieg mehr gelungen.