Sport

Wer hat die bessere Derby-Startelf?

18.08.2022 • 21:51 Uhr / 6 Minuten Lesezeit
Bryan Teixeira oder Atdhe Nuhiu - welcher Torjäger ist besser?
Bryan Teixeira oder Atdhe Nuhiu - welcher Torjäger ist besser?

Wer ist besser – Altachs erste Elf oder die Startformation der Lustenauer?

Sportlich ist das Derby zwischen dem Cashpoint SCR Altach und Austria – ­zumindest im Moment – ein ­Duell auf Augenhöhe. Doch wer hat auf welcher Position Vorteile:

Torwart. Der Altacher Tino Casali bringt mehr Bundesligaerfahrung mit als sein Gegenüber Domenik Schierl. Beides sind sehr komplette Torhüter, Casali gilt als besserer Fußballer. Doch zuletzt hatte der Altach-Keeper gegen Sturm Graz gepatzt, das nagt am Selbstbewusstsein. Unentschieden.

Altach-Keeper Tino Casali. <span class="copyright">Stiplovsek</span>
Altach-Keeper Tino Casali. Stiplovsek

Linker Verteidiger. Lustenaus Hakim Guenouche war im Vorjahr der beste Außenverteidiger der 2. Liga. In der Bundesliga ist das Niveau jedoch deutlich höher, gegen Ried war er mitschuldig am Gegentreffer. Bei Altach könnte der offensiv stärkere Nosa Edokpolor ebenso auflaufen wie Routinier Emanuel Schreiner. Ersterer war zuletzt Stammspieler, allerdings ebenfalls noch nicht fehlerfrei. Die Flexibilität und Auswahl spricht jedenfalls für die Klose-Elf. Vorteil Altach.

Linksverteidiger des SCRA: Nosa Edokpolor. <span class="copyright">Expa/Angerer</span>
Linksverteidiger des SCRA: Nosa Edokpolor. Expa/Angerer


Linker Innenverteidiger. Altach-Neuzugang Lukas Gugganig hat noch nicht in seine ihm angedachte Rolle gefunden, bei mehreren der zehn Gegentreffer traf ihn zumindest eine Teilschuld. Lustenaus Franzose Jean Hugonet war die Entdeckung der Vorsaison, er bringt alles mit, was einen guten Innenverteidiger ausmacht. Mit seiner Schnelligkeit sichert Hugonet immer wieder für Nebenmann Matthias Maak ab. Vorteil Austria.

Neu in Altach: Lukas Gugganig. <span class="copyright">Gepa/Lerch</span>
Neu in Altach: Lukas Gugganig. Gepa/Lerch

Rechter Innenverteidiger. Das Duell der Kapitäne Jan Zwischenbrugger (Altach) und Matthias Maak (Austria) gegen ihre jeweiligen Ex-Vereine. Beide sind wichtig als Persönlichkeit und Führungsfigur, beide haben aber auch Schwächen bei der Geschwindigkeit. Unentschieden.

Kapitän Jan Zwischenbrugger gibt den Ton an. <span class="copyright">Gepa/Rauthner</span>
Kapitän Jan Zwischenbrugger gibt den Ton an. Gepa/Rauthner

Rechter Verteidiger. Auf Austrias Rechtsfuß Fabian Gmeiner ist immer Verlass, dem Dornbirner unterlaufen defensiv kaum Fehler, allerdings sind seine Flanken und Offensivläufe noch ausbaufähig. Ein anderer Typ ist Altachs Manuel Thurnwald, der über seine Seite immer wieder für Gefahr sorgt und bereits vier Treffer vorbereitet hat, dafür hinten manchmal nachlässig agiert. Dennoch bringt er deutlich mehr Erfahrung mit. Vorteil Altach.

Einer der besten Rechtsverteidiger der Liga: Manuel Thurnwald. <span class="copyright">Gepa/Lerch</span>
Einer der besten Rechtsverteidiger der Liga: Manuel Thurnwald. Gepa/Lerch

Defensives Mittelfeld. Rückkehrer Lukas Jäger hat von Trainer Miro Klose gleich eine Führungsrolle bekommen. Allerdings kann der Alberschwender trotz seines Treffers gegen den WAC noch mehr. Bei den Lustenauern glänzte Erz-Austrianer Pius Grabher speziell bei seinem Bundesligadebüt gegen die WSG. Alleine kann der 29-Jährige aber auch nicht alle Lücken im Zentrum stopfen. Unentschieden.

Der Alberschwender Lukas Jäger jubelt für Altach. <span class="copyright">Gepa/Lerch</span>
Der Alberschwender Lukas Jäger jubelt für Altach. Gepa/Lerch

Zentrales Mittelfeld. Mit Stefan Haudum (Altach) und Cem Türkmen (Austria) stehen sich zwei gegenüber, die sehr unterschiedliche Typen sind. Der Altacher hat Stärken gegen den Ball und bringt deutlich mehr Erfahrung mit, der junge Lustenauer ist der bessere Passspieler und Regisseur. Unentschieden.

Stefan Haudum ist durstig (nach Erfolg). <span class="copyright">Gepa/Lerch</span>
Stefan Haudum ist durstig (nach Erfolg). Gepa/Lerch

Linker Flügel. Altachs Neuzugang Jan Jurcec wusste bislang zu überzeugen, an einem Treffer war der Kroate bislang aber noch nicht beteiligt. Im Gegensatz zu Lustenaus Nummer zehn Bryan Teixeira, der bereits einen Treffer und drei Assists auf seinem Konto verbuchen konnte. Der Kapverdische Nationalspieler war sicher der stärkste Austrianer in den bisherigen Bundesligaspielen, dank seiner Schnelligkeit und seiner Technik ist er nicht nur schwer zu stoppen. Vorteil Austria.

Jan Jurcec überzeugte Miro Klose als Testspieler. <span class="copyright">Gepa/Lerch</span>
Jan Jurcec überzeugte Miro Klose als Testspieler. Gepa/Lerch

Offensives Mittelfeld. Austria-Neuverpflichtung Stefano Surdanovic lässt sich gerne tief ins Mittelfeld fallen und schlüpft dann in die Rolle des Spielmachers. Bei Altach ist Stuttgart-Leihgabe Alexis Tibidi ein Rohdiamant, der ein Spiel im Alleingang entscheiden kann. Beide werden am Samstag zu Schlüsselspielern im Offensivspiel. Unentschieden.

Schnell, Schneller, Alexis Tibidi. Wenn der Franzose startet, ist er kaum zu stoppen. <span class="copyright">Gepa/Lerch</span>
Schnell, Schneller, Alexis Tibidi. Wenn der Franzose startet, ist er kaum zu stoppen. Gepa/Lerch

Rechter Flügel. Amankwah Forson ist ein ähnlicher Typ wie Nebenmann Tibidi, die beiden tauschen häufig ihre Positionen und verleihen dem Altacher Offensivspiel jene Unberechenbarkeit, die es im Vorjahr nicht gab. Allerdings lieferte die Salzburg-Leihgabe bisher lediglich einen Assist. Bei der Austria ­entwickelte sich Anderson dos Santos nach seinem Wechsel im Winter zum „Königstransfer“. Der Brasilianer hatte einen großen Anteil am Aufstieg der Grün-Weißen und untermauerte mit zwei Toren bereits seine Bundesligatauglichkeit. Vorteil Austria.

Amankwah Forson wäre auch ein guter Hürdensprinter. <span class="copyright">Gepa/Lerch</span>
Amankwah Forson wäre auch ein guter Hürdensprinter. Gepa/Lerch

Stürmer. Anthony Schmid ist nach dem Abgang von Haris Tabakovic Lustenaus neue Solospitze. Der Austria-Franzose arbeitet fleißig, er ist aber kein klassischer Strafraumstürmer und Knipser wie sein Vorgänger. Bei Altach führt kein Weg an Atdhe Nuhiu vorbei. Der 33-Jährige erlebt gerade seinen x-ten Frühling und traf bereits vier Mal. In Luftduellen ist Nuhiu eine Macht, er hat aber auch stets das Auge für besser postierte Mitspieler. Außerdem hat Nuhiu bereits alles erlebt und lässt sich von einem Derby nicht beeindrucken. Vorteil Altach.

Der größte und torgefährlichste Altacher ist Atdhe Nuhiu. <span class="copyright">Stiplovsek</span>
Der größte und torgefährlichste Altacher ist Atdhe Nuhiu. Stiplovsek

Du hast einen Tipp für die NEUE Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@neue.at.