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Der Aufsteiger dreht das Ländle-Derby spät

21.08.2022 • 14:16 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ekstase pur bei Austria Lustenau.
Ekstase pur bei Austria Lustenau. GEPA pictures

In der 89. Minute kam der Siegtreffer im ausverkauften Schnabelholz.

Austria Lustenau hat das erste Ländle-Derby in der Fußball-Bundesliga seit 22 Jahren beim SCR Altach gewonnen. In einer Regenschlacht in Vorarlberg setzte sich der Aufsteiger am Sonntag dank eines späten Tores von Bryan Teixeira (89.) mit 2:1 (1:1) durch. Damit darf sich die Truppe von Trainer Markus Mader, die einen 0:1-Rückstand drehte, über den zweiten Sieg in Serie freuen, mit zehn Punkten nach fünf Runden erwischten die Lustenauer einen ausgezeichneten Saisonstart.

Die Altacher waren durch Alexis Tibidi (25.) in Führung gegangen, Lustenau-Kapitän und Ex-Altacher Matthias Maak (30.) gelang wenig später der Ausgleich. Die bis dahin einzigen Vorarlberg-Duelle in der Bundesliga hatten sich die Lustenauer und Schwarz-Weiß Bregenz in der Saison 1999/2000 geliefert.

Die Klose-Elf war nach dem 0:4 bei Vizemeister Sturm auf Wiedergutmachung aus, selbst der Weltmeister von 2014 verspürte vor dem Spiel Nervosität, wie er zugab. Das Spiel im ausverkauften Schnabelholz vor 8.500 Zuschauern startete mit fünfminütiger Verspätung, nachdem die Lustenau-Fans bei ihrer Choreografie etwas Rauch produziert hatten. In der Anfangsphase pressten die Gäste sehr hoch an, wodurch die Klose-Elf zunächst überhaupt nicht ins Spiel kam. Erst nach einer Viertelstunde entwickelte sich eine offene Partie.

Maak neutralisierte Tibidi-Führungstreffer

Bis zum ersten Aufreger dauerte es 19 Minuten: Tibidi wurde an der Strafraumgrenze von Fabian Gmeiner vermeintlich zu Fall gebracht, Schiedsrichter Sebastian Gishamer sah allerdings eine Schwalbe des Stuttgart-Leihspielers. Kurz darauf durfte Tibidi aber jubeln. Nach einer Thurnwald-Flanke setzte sich der 18-Jährige im Kopfballduell gegen Gmeiner stark durch und ließ Lustenau-Goalie Domenik Schierl keine Chance.

Nach einer halben Stunde gelang den Lustenauern die schnelle Antwort, ähnlich wie beim Altach-Tor war Maak nach Teixeira-Flanke aus kurzer Distanz per Kopf zur Stelle. Seinen bisher letzten Bundesligatreffer hatte der 30-jährige Innenverteidiger vor fast drei Jahren im Trikot der Altacher erzielt. Kurz darauf hatte Stefan Haudum die erneute Führung auf dem Fuß, sein Schuss nach Tibidi-Hereingabe ging aber knapp daneben.

Nach dem Seitenwechsel wurde der Regen stärker, die Fans sahen eine flotte Partie mit vielen Halb-Chancen auf beiden Seiten. Austria-Stürmer Teixeira brachte den Ball zweimal nicht aufs Tor (54./57.), auf der Gegenseite brachte ein Freistoß von Manuel Thurnwald (57.) Schierl nicht in Verlegenheit. Nach einer Stunde rettete Maak bei einer Forson-Chance kurz vor der Linie.

In der Schlussviertelstunde spielten beide Teams auf Sieg, die größeren Chancen auf rutschigem Untergrund fanden die Lustenauer vor. Altach-Tormann Tino Casali musste sich zweimal gegen Torben Rhein auszeichnen (77./85.), in der Nachspielzeit rettete der Goalie eindrucksvoll gegen Teixeira. Kurz darauf bediente Joker Anthony Schmid den völlig freistehenden Franzosen im Strafraum, der 21-Jährige blieb vor Casali eiskalt. Unmittelbar vor dem Schlusspfiff rettete der Lustenauer Pius Grabher noch auf der Linie.

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