Sport

Die Dornbirner retten die Ländle-Ehre

01.09.2022 • 13:11 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Renan Nepomuceno, William Rodrigues und Cavafe freuen sich über den Aufstieg ins Cup-Achtelfinale. <span class="copyright">Gepa/Schönherr</span>
Renan Nepomuceno, William Rodrigues und Cavafe freuen sich über den Aufstieg ins Cup-Achtelfinale. Gepa/Schönherr

Die in der Liga noch sieglosen Dornbirner warfen mit viel Leidenschaft und auch Spielwitz die Hartberger mit einem 3:2 aus dem Cup.

Endlich haben wir uns belohnt. Meine Jungs, die erste Halbzeit war fast perfekt, haben eine tolle Leistung gezeigt. So macht es Spaß!“, zeigte sich der Chefcoach von Zweitligist FC Dornbirn, Thomas Janeschitz, nach dem 3:2-Cupsieg gegen den höherklassigen TSV Hartberg hoch erfreut. Wie vor 13 Jahren löste man im Duell mit den Oststeirern (Anm.: damals in derselben Liga) das Ticket für das Achtelfinale, das seither unerreicht blieb.

Underdog ohne Respekt

Die Gäste aus der Steiermark verbuchten auf der Birkenwiese nach nur 40 Sekunden durch Mario Kröpfl – sein Kopfball verfehlte knapp das Ziel – zwar die erste Möglichkeit, dann aber waren vor 850 Zuschauern die Hausherren an der Reihe. Jan Stefanon (12.) marschierte auf und davon, doch Jürgen Heil klärte im letzten Moment. Zwei Minuten später setzte Renan Nepomuceno zum Solo an, sein Abschluss landete jedoch um Zentimeter daneben. Und in Minute 16 scheiterte Stefanon aus spitzem Winkel an Hartberg-Goalie Raphael Sallinger. Der Underdog zeigte also einen starken Auftritt gegen den Bundesligisten, der zudem Glück hatte, dass Manfred Gollner (5.) als letzter Mann nach einem Foul an dem durchgehenden Nepomuceno nur Gelb sah.
Weitere Chancen der Messestädter – Lukas Parger (22., 29.), Nepomuceno (27.) – folgten und somit war der Führungstreffer zum 1:0 in der 32. Minute mehr als verdient. Sebastian Santin servierte von rechts auf Nepomuceno, der per Kopf unhaltbar einnickte. Das war der Weckruf für die Steirer, die sich im weiteren Verlauf aktiver zeigten und in Minute 41 fast zum Ausgleich kamen. Betonung auf fast, denn der Kracher von Jürgen Heil ließ das Lattenkreuz wackeln.

Stefanon mit 2:0

Auf der Gegenseite hingegen wackelte das Netz. Stefanon (42.) schloss den schnell eingeleiteten Konter mit einem sehenswerten Schuss in die lange Ecke ab. Aber einmal nicht richtig aufgepasst und so hieß es Sekunden vor dem Pausenpfiff nur noch 1:2. Eylon Almog (45 +2.) bezwang FCD-Keeper Maximilian Lang. Doppelt bitter, da einige Augenblicke zuvor Santin zu überhastet agierte und den dritten Treffer verpasste.
Nach dem Wechsel eröffneten die Hartberger mit einem Stangentreffer von Heil (48.) ihren Chancenreigen, doch entweder hatte man das Visier schlecht eingestellt oder die Hintermannschaft des FCD war am Posten. Auf der anderen Seite sorgte der pfeilschnelle Stefanon immer wieder für Entlastung. Mit einem Dreifachtausch nach etwas mehr als einer Stunde sorgte TSV-Coach Klaus Schmidt für neuen Schwung, die Rothosen hielten aber weiter mit viel Leidenschaft dagegen.

Spieler der Partie: Jan Stefanon. Die 23-jährige Leihgabe von Austria Lustenau war kaum zu bremsen und belohnte seine Leistung mit dem Treffer zum 2:0. <span class="copyright">GEPA/Schoenherr</span>
Spieler der Partie: Jan Stefanon. Die 23-jährige Leihgabe von Austria Lustenau war kaum zu bremsen und belohnte seine Leistung mit dem Treffer zum 2:0. GEPA/Schoenherr

Starke Wechselspieler

Und in Minute 84 folgte der große Austritt der beiden Einwechselspieler Felix Kerber und Elvin Ibrisimovic, der schon zuvor (75.) Torhüter Sallinger prüfte. Erstgenannter – erst kurz im Spiel im Spiel – servierte mit seinem ersten Ballkontakt auf der linken Seite ideal auf Ibrisimovic, der auf 3:1 erhöhte. Es folgte ein Sturmlauf des Favoriten aus der Steiermark, der nach einem Lattenpendler von Matija Horvat (87.) erneut in der Nachspielzeit traf. Das 2:3 durch Michael Steinwender war aber zugleich der Endstand.

FC Mohren Dornbirn – Hartberg3:2 (2:1)

FC Dornbirn:

Defensive: 3,5/5 Sterne

Offensive: 4,5/5 Sterne

Taktik: 5/5 Sterne

Bewerungssystem: Fünf Sterne=Exzellent, Null Sterne=Grausam