Sport

“Rote Teufel” schreiben Geschichte

04.10.2022 • 22:03 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Alpla HC Hard feierte den ersten Einzug in die European-League-Gruppenphase. <span class="copyright">Verein/Amann</span>
Der Alpla HC Hard feierte den ersten Einzug in die European-League-Gruppenphase. Verein/Amann

Der Alpla HC Hard steht durch einen souveränen 25:21-Erfolg gegen HC Butel Skopje in der Gruppenphase der European League.

In keiner Sekunde war der Aufstieg des Alpla HC Hard in Gefahr. Die „Roten Teufel“ dominierten beim Rückspiel in Nordmazedonien gegen den gastgebenden HC Butel Skopje von der ersten Sekunde an. Nach fünf Minuten führten die Gäste mit 3:0, zur Pause hatte das Team von Trainer Hannes Jon Jonsson erst fünf Treffer kassiert und führte mit 12:5. Inklusive des Fünf-Tore-Polsters aus dem Hinspiel betrug der Vorsprung damit nach insgesamt 90 Minuten bereits zwölf Tore – die Paarung war zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden. Nach der Pause konnte Jonsson den gesamten Kader zum Einsatz bringen, einzig der angeschlagene Srdjan Predragovic wurde geschont. Alle elf Feldspieler, die zum Einsatz kamen, erzielten auch mindestens einen Treffer. „Wir sind jetzt gar nicht müde und haben genügend Power zu feiern“, scherzte Jonsson nach der Partie, „und wir haben genügend Power für das Spiel in Bruck am Wochenende.“

Zwei Matchwinner

Bevor der Liga-Alltag wieder startet, wurde der zweite Einzug in eine europäische Gruppenphase nach der Champions League 2003/04 gefeiert. „Es war ein großer Traum von mir, das einmal zu schaffen“, sagte Kapitän Dominik Schmid, „es ist auch für mich persönlich ein großer Erfolg.“ Mit vier Toren war erneut Luca Raschle Topscorer der Harder. Der Flügelspieler feierte nach der Partie mit einem weiteren Matchwinner; Torhüter Golub Doknic, der 44 Prozent aller Schüsse von Skopje entschärfte. „Es ist unglaublich. Ich bin überwältigt, wie souverän wir es geschafft haben. Die Deckung war erneut bärenstark mit einem überragenden Torhüter. Wir sind alle überglücklich“, sagte Raschle, „ich freue mich auf das Abenteuer Gruppenphase.“

Luca Raschle (l.) und Golub Doknic (r.) herzten sich.<span class="copyright">Verein/Amann</span>
Luca Raschle (l.) und Golub Doknic (r.) herzten sich.Verein/Amann

Wiedersehen möglich

Die Harder haben sich durch zwei Siege gegen Teams aus Nordmazedonien für das die Gruppenphase der European League qualifiziert. In der Vergangenheit waren sie mehrfach knapp in der Qualifikation gescheitert. „Der Sieg über Skopje und der Einzug in die Gruppenphase sind sehr wichtig für den gesamten Verein und es macht mich sehr stolz. Wir hoffen, dass wir eine gute Gruppe erwischen“, resümierte Thomas Huemer, Sportlicher Leiter der Harder.
Die Auslosung der vier Gruppen à sechs Mannschaften findet am Donnerstag statt. Auf Hard warten dann Kaliber wie Skjern, die Füchse Berlin oder Benfica Lissabon. Das Wunschlos von Spielmacher Ivan Horvat ist jedoch ein anderes. „Es wäre cool auf Flensburg zu treffen, denn dort habe ich selbst gespielt“, sagte der Kroate, der von 2016 bis 2018 bei den Norddeutschen unter Vertrag stand. Ein Wiedersehen könnte es auch mit einem ehemaligen Hardern geben. Lukas Herburger stand mit den Kadetten Schaffhausen bereits als Fixstarter der Gruppenphase fest.

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