Österreich

Ab Freitag wieder partielle Maskenpflicht

21.07.2020 • 13:29 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Anschober wird gemeinsam mit Kurz, Kogler und Nehammer neue Maßnahmen präsentieren.
Anschober wird gemeinsam mit Kurz, Kogler und Nehammer neue Maßnahmen präsentieren. APA/HANS PUNZ

Maskenpflicht wird teilweise wieder eingeführt, um Ausbreitung schärfer zu unterbinden.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler, Gesundheitsminister Rudolf Anschober (beide Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) treten nach Abschluss internen Verhandlungen vor die Öffentlichkeit und geben weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus bekannt. Nach Informationen der Kleinen Zeitung sind drei Aspekte geplant. Zum einen soll die Maskenpficht ausgedehnt werden, derzeit ist sie nur in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Apotheken, beim Friseur oder in Spitälern vorgeschrieben, zum anderen soll die seit Tagen diskutierte Corona-Ampel für die neun Bundesländern und die rund 80 österreichischen Bezirke. Darüber hinaus sollen die Kontrollen an den Außengrenzen verschärft werde.

Die Pressekonferenz im Live-Stream finden Sie hier:

Masken-Pflicht ab Freitag

Laut Kurz befinde man sich nun in einer Phase, in der die Infiziertenzahlen wieder steigen, deshalb müsse man „moderat, aber doch“ handeln.

Ab Freitag, den 24. Juli, gilt die Maskenpflicht auch wieder dort, wo man für den täglichen Bedarf hingehen muss, verkündete die Regierung. Damit muss nun im Lebensmitteleinzelhandel, in Supermärkten, Banken und in der Post wieder ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Und das im ganzen Land.

Verschärfungen an der Grenze

Deshalb will die Regierung nun die Ausbreitung des Virus deutlich stärker verhindern als zuletzt. Wer künftig aus einem Risikogebiet einreist, muss einen negativen Corona-Test vorweisen. Wer das nicht kann, soll abgewiesen werden. Der Test selbst muss dabei von einem zertifizierten Labor stammen, die Regierung hatte vor einigen Tagen über nicht vertrauenswürdige Tests geklagt. Beide Verschärfungen treten mit Freitag, dem 24. Juli, in Kraft. Zudem werde die Quarantäne künftig „noch stärker“ kontrolliert, sagt Kurz.

Zudem seien Religionsgemeinschaften, wo Menschen aus Risikogebieten verkehren, aufgefordert worden, auf die Hygieneregeln zu achten und bei einem Vorfall zu schließen.

Bald nur mehr Einreise mit Vorregistrierung?

Kanzler Kurz gab zudem gekannt, dass in den nächsten Wochen geprüft werden soll, ob eine Einreise nach Österreich nur mehr mit einer „Pre-Travel-Clearance“ möglich sein soll. Dabei müssten Personaldaten und Reisedaten vor Einreise online bekannt gegeben werden und die Dokumente müssten mit einem QR-Code an der Grenze vorgewiesen werden. Ein ähnliches Modell gibt es bereits in Griechenland.

Bekanntgabe bereits zweimal verschoben


Nachdem Kurz wegen eines Anstiegs der Corona-Infizierten vor dem Wochenende Beratungen zur Maskenpflicht angekündigt hatte, wurde mit der Entscheidung über erneute Verschärfungen eigentlich schon für die vergangenen Tage gerechnet. Kurz weilte aber wegen des ausgedehnten EU-Gipfels in Brüssel. Heute Mittag kommt der Regierungschef zurück nach Wien.