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ifs: 32.000 Menschen in Krisen betreut

05.08.2020 • 17:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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ifs-Geschäftsführerin Martina Gasser. ifs

Zahl dürfte heuer wegen der Coronakrise weiter steigen.

Überschuldung, drohender Wohnungsverlust, Überforderung in der Erziehung, psychische Probleme, Gewalterfahrungen und der Wunsch nach selbstverständlicher Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zählten im vergangenen Jahr zu den häufigsten Gründen, sich hilfesuchend an das ifs zu wenden. Das geht aus dem Jahresbericht hervor, welchen die Zuständigen jüngst präsentierten. „

Angesichts der aktuellen, höchst herausfordernden Situation wird die Zahl jener, die in diesen Bereichen Unterstützung benötigen, weiter steigen“, ist sich ifs-Geschäftsführerin Martina Gasser sicher. Deshalb sei es wichtiger denn je, dass Menschen in Krisen und Not einen niederschwelligen Zugang zu existenzsichernder und psychosozialer Beratung und Unterstützung erhalten.

32.000 Klienten

Im vergangenen Jahr begleitete das ifs über 32.000 Klienten. Das Angebot umfasst Beratungen für Erwachsene, Jugendliche, Kinder, Paare und Familien sowie Begleitung für Menschen mit Beeinträchtigung, psychisch Erkrankte und Opfer von Gewalt. „Wir stehen Menschen in Krisen und Not verlässlich zur Seite“, berichtet Gasser. Gemeinsames Ziel aller Unterstützungsleistungen sei es, Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten und den Klienten zu einer eigenverantwortlichen und selbstbestimmten Lebensführung zu ermächtigen.

Frühzeitige Hilfe

Ein Schwerpunkt der Tätigkeit richtete sich auf die Arbeit im Bereich der Existenz- und Wohnraumsicherung. In diesem Zusammenhang ist es von besonderer Bedeutung, den Betroffenen frühzeitig professionelle Beratung und Unterstützung zu bieten, um den freien Fall ins soziale Netz zu verhindern. Generell zielt das ifs darauf ab, Menschen in sozialen Krisensituationen schnell und unkompliziert Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen und somit ein Fortschreiten und Verfestigen von Problemen vorzubeugen.

Zahlen und Fakten

Die statistischen Zahlen sowie die Bilanz veranschaulichen die vielseitigen Beratungs­angebote. Im Jahr 2019 unterstützten die ifs-Mitarbeiter insgesamt 32.087 Menschen in Krisen und Not. Der Anteil an Frauen lag bei 62,03 Prozent. Die Betriebsleis­tung betrug insgesamt 34,75 Millionen Euro. „So vielen Menschen weiterzuhelfen ist uns nur dank Geld- und Auftraggebern wie das Land Vorarlberg, Gemeinden, Bundesministerien und Sozialversicherungsträger möglich“, verdeutlicht die ifs-Geschäftsführerin.