Wirtschaft

Tourismus: „Frühstart in den Sommer“

20.01.2021 • 09:34 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Christian Kresse
Christian Kresse Weichselbraun

Dennoch Sorge vor Reisewarnungen aus Deutschland im Frühjahr.

„Für uns ändert sich jetzt alles“, sagt Christian Kresse, Chef der Kärnten Werbung. Von der Verlängerung des Lockdowns für den Tourismus bis Ende Februar wurde man „völlig überrascht“. Das belegt auch die Werbeoffensive mit TV- und Radiospots, die man nun jäh stoppen musste. Es gab „viele leere Kilometer“ so Kresse. „Aber wir hofften jede Minute, wieder durchstarten zu können.“

„Es gibt kein Aufgeben“

Mit dem Dauer-Lockdown haderten dennoch nur wenige Hoteliers. „Die Betriebe sind professionell und wollen kein Südtirol-Schicksal mit Auf- und Zusperren. Es gibt kein Aufgeben bei den Kärntner Hoteliers.“
Jetzt gelte die ganze Aufmerksamkeit einem „Frühstart in den Frühling“, vor allem in den Seeregionen. In alpinem Gelände „geben wir den Winter noch nicht ganz auf, wir sind allerdings abhängig davon, ob die Bergbahnen im März noch geöffnet halten werden.“

„Kärnten ist in der Pole-Position“

Die Ausgangslage für Kärnten sei jedenfalls „sehr gut“, meint Kresse, „für die Sehnsucht Richtung Süden sind wir in der Pole-Position“. Eine Reihe von Betrieben wolle die Vorsaison vorverlegen und bereits im März oder Anfang April aufsperren.

Eine aktive Bewerbung für Ferien im April ist für die Kärnten Werbung Neuland, weil die meisten Betriebe „in normalen Jahren“ bisher geschlossen hatten. Kresse: „Wir haben die gleiche Situation wie 2020, nur öffnen wir zwei Monate früher.“

Ausländische Märkte werden vorerst nicht beworben, die Unsicherheit sei zu groß. Keiner weiß, wann etwa Deutschland wieder Auslandsreisen ohne Reisewarnungen und Quarantäne zulässt. Selbst wenn der wichtigste Auslandsmarkt aufgeht, müsse Kärnten die Infektionszahlen massiv senken: „Wenn wir nicht aufpassen, gehen andere Länder vor uns auf“, so Kresse.