Österreich

Lieferprobleme nun auch bei AstraZeneca

22.01.2021 • 17:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Lieferprobleme nun auch bei AstraZeneca

AstraZeneca dürfte nur Bruchteil seines Impfstoffs liefern.

Nach Biontech/Pfizer kommt es bei einem zweiten Unternehmen nun zu Lieferproblemen beim Corona-Impfstoff: Bis Ende März sollen nur 600.000 Dosen des britischen Vakzins AstraZeneca geliefert werden. Geplant waren laut Bundeskanzler Sebastian Kurz zwei Millionen Dosen. Auf Anfrage der Kleinen Zeitung wurden die angekündigten zwei Millionen Impfungen von AstraZeneca schon am Dienstag nicht bestätigt.

Nun wurde die EU darüber informiert, dass die bestellten Impfstoffmengen zum geplanten Zeitpunkt nicht ausgeliefert werden können. Das wurde auch der Kleinen Zeitung bestätigt.

Der Grund dafür ist allerdings noch unklar. Mehrere Medien berichten darüber, dass das britische Unternehmen angekündigt hat, den Impfstoff noch einmal zu überarbeiten, damit er auch gegen die Corona-Mutationen wirkt.

Auch die späte Zulassung der EU könnte der Grund sein, wird spekuliert. Weil die EU sich so lange bei der Zulassung von AstraZeneca Zeit lässt, bekommen die Europäer vorerst weniger Impfstoff geliefert.

Auswirkungen auf Österreichs Impfplan?

Warum die Bundesregierung auf AstraZeneca hofft, ist klar: Der Impfstoff ist einfacher zu handhaben und ein entscheidender Baustein in Österreichs Impfstrategie. In einigen Ländern hat der Impfstoff bereits die Zulassung. Die Lieferprobleme könnten den Impfplan der Regierung und der Länder nun zum Platzen bringen. Bis Ende März sollten alle über 65-Jährigen geimpft werden, dabei ist das Vakzin von AstraZeneca mit 2,16 Millionen eingeplant.