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USA: 15-Jährige durch Polizeischüsse getötet

21.04.2021 • 10:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
In Columbus versammelten sich gestern Abend Demonstranten
In Columbus versammelten sich gestern Abend Demonstranten AP

Die Schüsse fielen kurz nach dem Urteil im Fall George Floyd.

Bei dem jüngsten Zwischenfall war bei der Polizei in Columbus im US-Bundesstaat Ohio ein Notruf wegen einer Bedrohung mit einem Messer eingegangen. Als die Ermittler am Ort eintrafen, standen mehrere Menschen zwischen zwei Autos in einer Einfahrt, wie auf Aufnahmen einer Körperkamera zu sehen war, die die Polizei am Dienstagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz veröffentlichte.

Es handle sich dabei um die Körperkamera des ersten Polizisten, der am Ort eintraf und letztlich die Schüsse abfeuerte, sagte der Interims-Polizeichef der Stadt Columbus, Michael Woods. Das Video zeige ein junges Mädchen mit einem Messer, das versuche, zwei andere Menschen anzugreifen, bevor es von der Polizei erschossen werde. Die Ermittlungen stünden noch am Anfang.

Körperkamera-Video veröffentlicht

Es sei ungewöhnlich, dass die Polizei so kurz nach dem Vorfall die Aufnahmen der Körperkamera veröffentliche, schrieb die Zeitung „Columbus Dispatch“. Bürgermeister Ginther hatte bei der Pressekonferenz gesagt, es sei wichtig, das Material „unvollständig, wie es zu diesem Zeitpunkt ist“, öffentlich zu zeigen.

Eine Frau, die angab, eine Tante des Opfers zu sein, berichtete dem „Columbus Dispatch“, ihre Nichte habe in einer Pflegeeinrichtung gelebt und sei dort in eine Auseinandersetzung mit jemandem geraten. Sie habe ein Messer gehabt, dieses aber fallengelassen, bevor sie von mehreren Schüssen der Polizei getroffen worden sei, berichtete Hazel Bryant weiter.

Die Zeitung berichtete über kleinere Proteste in der Stadt mit Schildern, auf denen unter anderem „Black Lives Matter“ zu lesen war.