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Freundin ging fremd: Gehörnter rastete aus

09.09.2021 • 20:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Wegen versuchter Nötigung, Betrugs und Sachbeschädigung wurde der Bauarbeiter am Donnerstag am Landesgericht Feldkirch zu einer Geldstrafe verurteilt. <span class="copyright">Symbolbild/Hartinger</span>
Wegen versuchter Nötigung, Betrugs und Sachbeschädigung wurde der Bauarbeiter am Donnerstag am Landesgericht Feldkirch zu einer Geldstrafe verurteilt. Symbolbild/Hartinger

Mann zerstörte Jalousien des Nebenbuhlers und bedrohte Taxilenker.

Mit Straftaten reagierte der 29-Jährige aus dem Bezirk Feldkirch am 22. Februar auf den Seitensprung seiner Freundin. Wegen versuchter Nötigung, Betrugs und Sachbeschädigung wurde der mit zwei Vorstrafen belastete Bauarbeiter am Donnerstag am Landesgericht Feldkirch zu einer Geldstrafe von 1680 Euro (240 Tagessätze zu je 7 Euro) verurteilt. Das Urteil, das der Angeklagte annahm, ist nicht rechtskräftig. Die mögliche Höchststrafe wäre ein Jahr Gefängnis oder eine Geldstrafe von 720 Tagessätzen gewesen.

Seitensprung

Der Beschuldigte vermutete am 22. Februar, dass seine Freundin bei einem anderen Mann ist. Er ließ sich mit einem Taxi zur Feldkircher Wohnung seines Nebenbuhlers fahren. Aus seiner Sicht war der Taxifahrer nicht schnell genug unterwegs. Nach den gerichtlichen Feststellungen drohte der mit 2,1 Promille alkoholisierte Fahrgast dem Taxifahrer damit, ihn umzubringen, wenn er nicht Gas gebe. Der Taxilenker ließ sich davon nicht beeindrucken und fuhr nicht schneller.

Bei der Wohnung des Nebenbuhlers angekommen, weigerte sich der aufgebrachte Fahrgast, dem Taxifahrer den Fuhrlohn von 11,90 Euro zu bezahlen. Durch ein Wohnungsfenster habe er von außen seine Freundin zusammen mit dem 32-jährigen Bewohner im Schlafzimmer gesehen, sagte der Angeklagte. Daraufhin habe er in seiner Wut die Jalousien beim Fenster zerstört. Den dabei entstandenen Sachschaden im Wert von 463 Euro hat er zu ersetzen.

Mit Geldstrafe davongekommen

Richter Thomas Wallnöfer sagte in seiner Urteilsbegründung, eine Geldstrafe wie bei den zwei Vorstrafen sei gerade noch vertretbar. Der Strafrichter sah davon ab, den Angeklagten auch zur Bezahlung des ursprünglich bedingt gewährten Strafteils von 1000 Euro aus der Vorstrafe wegen Körperverletzung zu verpflichten. Die dem Taxilenker geschuldete Summe von 11,90 Euro hat der 29-Jährige jedoch zu bezahlen.

Am Donnerstag wurde noch nicht über den schwerwiegendsten Anklagevorwurf verhandelt. Dabei wird dem Angeklagten im zusätzlichen Strafantrag der Staatsanwaltschaft das für den Fall eines Schuldspruchs mit bis zu drei Jahren Gefängnis bedrohte Vergehen der fortgesetzten Gewaltausübung vorgeworfen. Demnach soll der nun eine stationäre Alkoholtherapie antretende junge Mann seine damalige Freundin zwischen September 2020 und August 2021 wiederholt geschlagen haben. Der Angeklagte merkte dazu bei dem am Donnerstag stattgefundenen Gerichtstermin an, sie hätten sich jedoch beide wechselseitig geschlagen.