Österreich

Pandemie der Nichtgeimpften

24.09.2021 • 18:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Behandlung von Corona-Patienten
Behandlung von Corona-Patienten APA/dpa-Zentralbild/Jens Büttner

Auf Wiens Intensivstationen sind 93,1 Prozent der Corona-Kranken ungeimpft.

Dass sich vollständig Geimpfte mit dem Virus infizieren können, im Spital und sogar auf den Intensivstationen landen können, ist hinlänglich bekannt. Die Impfung schützt nicht zu einhundert Prozent. Dies belegen auch die aktuellen Wiener Zahlen, die der Redaktion vorliegen. Allerdings ist das nicht die ganze Wahrheit: Die erdrückende Mehrheit der Infizierten und Hospitalisierten ist nicht geimpft.

So lagen Stand Mittwoch 216 Covid-Erkrankte in Wiener Spitälern, 43 waren immerhin geimpft, 80,1 Prozent waren allerdings ungeimpft. Von den 87 Patienten, die intensivmedizinisch betreut werden mussten, waren sechs doppelt geimpft, 93,1 Prozent waren dem Virus völlig schutzlos ausgesetzt.

Ähnlich die Lage bei den Infizierten: Von den 8347 Infizierten, die diese Woche in der Bundeshauptstadt registriert worden sind (Stand 20. September), waren 79 Prozent ungeimpft. Sechs Prozent hatten einen Stich, 15 Prozent waren doppelt geimpft. Das Gros der Erkrankten war jung: 23 Prozent waren zwischen zehn und 19, 18 Prozent zwischen 30 und 39, 17 Prozent zwischen 20 und 29, 13 Prozent zwischen 40 und 49, zwölf Prozent jünger als neun – sind in absoluten Zahlen 1000 Kinder.

Dass Corona zu einer Pandemie der Ungeimpften mutiert ist, belegen die Inzidenzzahlen. Obwohl die generellen Zahlen seit einer Woche rückgängig sind, steigen sie bei den Nichtgeimpften. Bei den nicht vollständig Geimpften beträgt die Inzidenz 506 (in der Vorwoche waren es noch 489), bei den Geimpften 53. Bei den Geimpften ist der Trend rückläufig – mit 60,3 in der Vorwoche.