Kultur

Aus fünf mach zehn Konzerte

24.11.2021 • 20:05 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Aus fünf mach zehn Konzerte
Alte Musik gibt es wieder im neuen Jahr. Marcello Girardelli

Doppelt so viele Zuschauer können 2022 die Konzerte des Concerto Stella Matutina besuchen.

Optimistisch blickt das Concerto Stella Matutina (CSM) in die nächste Saison, die im März nächsten Jahres startet. Denn selbst wenn im Moment die Lage für Kulturschaffende schwierig sei, rechnet Bernhard Lampert damit, dass im Frühjahr ein normaler Konzertbetrieb möglich sein wird. Das teilte der Initiator, Manager und das Ensemblemitglied des CSM in einer Aussendung mit. Freuen können sich auf die Konzerte nun auch mehr Zuschauer: „Wir verdoppeln unseren Abo-Zyklus: Unsere fünf Produktionen spielen wir 2022 gleich zweimal. So gibt es mehr Platz für treue und neue Abonnentinnen und Abonnenten – und vor allem Karten im freien Verkauf“, informiert Lampert.

Aus fünf mach zehn Konzerte
Die Harfenistin und Sopranistin Tanja Vogrin. Viktor Andriichenko

Das renommierte Originalklang-Ensemble wird nächstes Jahr nicht nur in der Kulturbühne Ambach in Götzis aufspielen. Geplant ist ein Auftritt beim Origen Festival im Schweizer Kanton Graubünden von 24. bis 26. Juni. Gemeinsam mit Vocal Origen und Clau Scherrer wird dort Händels Oratorium „Solomon“ aufgeführt. „Die Entführung aus dem Serail“, die Koproduktion mit der Marionettenoper Lindau, wird zudem wiederaufgenommen und in Götzis und Lindau, wie auch in Schaffhausen und Aschaffenburg zu sehen sein.

Populär

Unter dem Motto „Allzeit beliebt“ steht das erste Abokonzert am 18. und 19. März. Im Mittelpunkt steht dabei Manuel Granatiero mit seiner Traversflöte, einem Instrument, das im 18. Jahrhundert sehr populär war. Neben ebenso populären Werken von Johann Sebastian Bach stehen Neuentdeckungen von Christoph Graupner und Johann Joachim Quanz auf dem Programm.
Nur eine einzige Tonart – c-moll – drückt im zweiten Abokonzert ganz große Gefühle aus, wenn am 28. und 29. April drei Werke von Ludwig van Beethoven zur Aufführung kommen. Als Solistin agiert die Ungarin Petra Somlai am Hammerklavier – die Musikerin gehört laut Aussendung zu den weltweit gefragtesten Pianistinnen im Bereich der historischen Aufführungspraxis. Am Pult steht Thomas Platzgummer.

Süße Leidenschaft

Ist Liebe eine süße Leidenschaft, oder zieht sie auch Leid nach sich? Dieser Frage widmet sich das CSM im dritten Abokonzert am 10. und 11. Juni mit Kompositionen von Henry Purcell, William Lawes, Johann Christoph Pepusch und anderen. Zum musikalischen Wechselbad der Gefühle trägt die Harfenistin und Sopranistin Tanja Vogrin bei, die am Fachbereich für Alte Musik am Johann-Joseph-Fux-Konservatorium in Graz lehrt. Vittorio Ghielmi zählt zu den führenden Musikern der Original­klangszene. Er komponiert, dirigiert und spielt Viola da gamba – Letzteres wird er auch in Götzis beim vierten Abokonzert am 14. und 16. Oktober tun. Mit Werken der Söhne von Johann Sebastian Bach wird ein gefühlsbetontes Programm in Aussicht gestellt.

Concerto Stella Matutina

Abokonzerte von 18. März bis 15. Dezember 2022.

Abo-Bestellungen sind ab sofort möglich bei Karin Klas: karin.klas@ambach.at. Tickets im freien Kartenverkauf gibt es ab 18. Februar 2022 unter www.events-vorarlberg. at.

Heinrich Schütz‘ „Weihnachtshistorie“ betitelt das Abschlusskonzert der kommenden Saison am 14. und 15. Dezember. Für das festliche Konzert kommt Johannes Hiemetsberger mit dem von ihm gegründeten Vokalensemble Company of Music nach Vorarlberg. Neben Kompositionen von Schütz, der im frühen 18. Jahrhundert als der bedeutendste deutsche Komponist gefeiert wurde, werden Werke von Johann Heinrich Schmelzer erklingen.