Sport

Altach hat das Toreschießen verlernt

01.12.2021 • 23:05 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Es war viel Kampf und Krampf im Duell zwischen Altach und Sturm Graz dabei. <span class="copyright">stiplovsek</span>
Es war viel Kampf und Krampf im Duell zwischen Altach und Sturm Graz dabei. stiplovsek

Im Nachtragsspiel unterliegen die Rheindörfler Sturm Graz mit 0:1.

Ohne eigene Treffer lässt sich nur schwer ein Spiel gewinnen. Und dann reicht auch bereits eine Unachtsamkeit in der Defensive aus, um erneut eine Partie zu verlieren. Im Nachtragsspiel gegen Sturm Graz kassierten die Altacher bereits ihre vierte Pleite in Serie, jeweils ohne dabei auch nur ein Tor erzielt zu haben. Zwar war es eine Leistungssteigerung gegenüber der Niederlage gegen die WSG Tirol, aber gegen ebenfalls enttäuschende Steirer reichte selbst diese nicht aus.

Während die Steirer über den Treffer und drei Punkte jubeln durften, gab es bei den Altachern nur lange Gesichter. <span class="copyright">APA/STIPLOVSEK</span>
Während die Steirer über den Treffer und drei Punkte jubeln durften, gab es bei den Altachern nur lange Gesichter. APA/STIPLOVSEK

Sturm effizient

Genau mit Anpfiff der Begegnung setzte über der Cashpoint-Arena starker Regenfall ein. Durch den schwierigen Untergrund litt auch die spielerische Qualität der Partie. So reihte sich gerade in der Anfangsphase oftmals Fehlpass an Fehlpass. Zudem suchten einige Spieler verzweifelt nach ihrer Standfestigkeit.
Diese schwierigen Bedingungen kamen jedoch den Hausherren zugute, agierten sie doch in einer defensiven Grundhaltung und überließen den Gästen das Spielgeschehen, die damit ihre Mühe hatten. Trainer Damir Canadi hatte sich für drei Innenverteidiger entschieden und mit Dominik Reiter und Noah Bischof, die von Atdhe Nuhiu unterstützt wurden, für mehr Dynamik im Konterspiel.
Zwar hatten die Grazer mehr vom Ball, spätestens kurz vor dem Strafraum war allerdings Endstation. Für die erste Großchance sorgten daher die Hausherren durch Reiter in Minute 27. Nach einem Ballgewinn bediente Nosa Edokpolor den Stürmer, der allerdings aus bester Lage und freistehend vor Torhüter Jörg Siebenhandl kläglich vergab. Mit einer Führung im Rücken hätte es sich deutlich einfacher gespielt. Aber die Altacher verpassen es derzeit, sich das Selbstvertrauen wiederzuholen.
Deutlich effizienter agierten die Grazer in der 37. Minute, allerdings unter gütlicher Mithilfe der Rheindörfler. Bei einem Eckball deckte niemand den Rückraum ab, die flache Hereingabe ließen zwei Sturm-Spieler durch und Manprit Sarkaria schloss genau vom Elfmeterpunkt ins Tor ab. Mit ihrer ersten Chance hatten die Gäste gleich zugeschlagen. Kurz vor der Halbzeit versuchte sich auf der Gegenseite noch Sebastian Aigner, sein Schuss verfehlte den Kasten jedoch knapp.

Stefan Haudum (l.) hatte Manprit Sarkaria hier im Griff. Beim Eckball war niemand für den Mittelfeldspieler zuständig. <span class="copyright">stiplovsek</span>
Stefan Haudum (l.) hatte Manprit Sarkaria hier im Griff. Beim Eckball war niemand für den Mittelfeldspieler zuständig. stiplovsek

Strittige Elfmetersituation

Beide Trainer blieben ihrer Taktik und ihrem Personal im zweiten Durchgang zunächst treu. Die Partie blieb ebenfalls auf einem niedrigen Niveau, auch wenn der Niederschlag bereits ausgesetzt hatte. Für einen ersten Versuch im zweiten Abschnitt sorgte Bischof vier Minuten nach Wiederanpfiff. Doch bei seinem Kopfball fehlte ebenso die Präzision wie in der 55. bei einem Abschluss von Sturm-Angreifer Jakob Jantscher.
Mittlerweile versuchten die Hausherren das Spielgeschehen an sich zu reißen und über die Flügel offensiv in Erscheinung zu treten. Damit hatten die Hausherren jedoch ihre Mühen und kamen folglich nur selten so wie in der 67. Minute durch. Erneut war es Reiter, der die Chance vergab. Allerdings hatte er bei seinem Kopfball auch den Schuh von Abwehrspieler Gregory Wüthrich im Nacken abbekommen. Der Schiedsrichter verzichtete allerdings auf einen Elfmeterpfiff und unverständlicherweise auf die Überprüfung dieser Situation.
In dieser Phase hätte die Unterstützung von Fans sicherlich weitere Kräfte entfachen können, so blieben aber die Offensivbemühungen Stückwerk. Altach-Rückhalt Tino Casali parierte in der Nachspielzeit noch einen Kopfball von Ivan Ljubic. Für ein glückliches Ende hätte noch Nuhiu sorgen können, doch sein Freistoß war kein Problem für Siebenhandl.
Wieder einmal standen sich die Altacher selbst im Weg und setzen ihren Negativlauf damit fort. Auch die rote Laterne verbleibt damit in Vorarlberg.