Sport

Zwei Spieler gegen Trainer Canadi

17.12.2021 • 20:22 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Im Laufe der Negativserie soll sich die Mannschaft von Damir Canadi abgewendet haben. <span class="copyright">Gepa</span>
Im Laufe der Negativserie soll sich die Mannschaft von Damir Canadi abgewendet haben. Gepa

Der Cashpoint SCR Altach stellt Trainer Damir Canadi mit sofortiger Wirkung frei. Einen Nachfolger gibt es noch nicht.

Am Donnerstag hatte SCR-Altach-Präsident Peter Pfanner noch von einer „sauberen und genauen Analyse“ bis zu den Feiertagen gesprochen. Doch gestern ging alles viel schneller als gedacht. Der Verein gab am frühen Nachmittag die Trennung von Damir Canadi bekannt. „Die Entscheidung, den Trainer wechseln zu müssen, schmerzt enorm. Damir Canadi war unser Trainer in der erfolgreichsten Periode der Alt­acher Vereinsgeschichte und ist im Februar in einer schwierigen Situation zurückgekehrt, die er mit seinem Team souverän gemeistert hat“, sagte Geschäftsführer Christoph Längle.
Doch zu schwer wog der sportliche Misserfolg der vergangenen Monate und vor allem die fehlende Entwicklung der Mannschaft. Nach einem respektablen Saisonstart schlitterten die Altacher zuletzt in eine tiefe Krise, zuletzt setzte es sechs Niederlagen in Serie, bei denen die Altacher lediglich einen Treffer erzielten. „Wir haben bereits in die Zukunft gedacht und glauben, dass dies die richtige Lösung für den Verein ist“, konstatierte Sportdirektor Werner Grabherr, der von intensiven Gesprächen seit Beginn dieser Woche berichtete.
Canadi erfuhr von der Freistellung per Videokonferenz während seines Urlaubs, der Wahl-Dornbirner war am Mittwoch abgereist und wird erst kurz vor Weihnachten wieder nach Vorarlberg zurückkehren. Gegenüber dem Kurier berichtete Canadi gestern, dass sich Teile der Mannschaft gegen ihn gestellt und eigene Taktiken entwickelt hätten. Federführend seien Jan Zwischenbrugger und Adthe Nuhiu gewesen.

Adthe Nuhiu soll einer der Spieler sein, die eigene Spieltaktiken entwickelt haben. <span class="copyright">Gepa</span>
Adthe Nuhiu soll einer der Spieler sein, die eigene Spieltaktiken entwickelt haben. Gepa

Neuer Trainer und neue Spieler

Ein Nachfolger Canadis soll bis spätestens zum Trainingsstart am 7. Jänner feststehen, Gespräche werden allerdings ab sofort geführt. Speziell den österreichischen Trainermarkt habe man in Altach ohnehin gut im Blick. Eine Einigung mit einem Neuen ist auch noch vor Weihnachten denkbar. Im Frühjahr muss sich jedenfalls einiges ändern, um den Verein wieder zurück in die Erfolgsspur zu bringen: „Die Entwicklungen der letzten Monate zeigen uns, dass wir auch bei der Mannschaft neue Impulse setzen müssen. Jeder Spieler sollte die vergangenen Wochen für sich selbst nochmals reflektieren“, betonte Grabherr.
Während der Winterpause wird parallel zur Trainersuche auch nach möglichen Neuverpflichtungen Ausschau gehalten. „Die Profile, welche Neuverpflichtungen erfüllen müssen, stehen bereits fest. Wir sondieren den Markt, das ist speziell im Winter nicht einfach, aber wir sind zuversichtlich, die Richtigen zu finden“, berichtet Grabherr im Telefonat mit der NEUE. Zuletzt hatten schon einige Liga-Konkurrenten wie die WSG Tirol (Kofi Schulz), Sturm Graz (Luca Kronberger) und Austria Klagenfurt (Rajko Rep) erste Winterneuzugänge präsentiert.