Wirtschaft

Deutlich weniger Menschen arbeitslos

03.01.2022 • 21:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Zurzeit gibt es österreichweit weniger Arbeitslose als noch im Jahr 2019
Zurzeit gibt es österreichweit weniger Arbeitslose als noch im Jahr 2019 Jürgen Fuchs

Der Wert liegt sogar unter der Zahl vom Dezember 2019. Dafür steigt die Zahl der Langzeitarbeitslosen.

Per Ende Dezember sind 402.378 Menschen in der Arbeitslosigkeit gewesen. Davon waren 336.276 arbeitslos gemeldet und 66.102 Personen befanden sich in Schulungen. Das ergab eine Arbeitslosenquote von 8,1 Prozent, berichtete das Arbeitsministerium in einer Aussendung am Montag. Verglichen zum Dezember vor einem Jahr sind um rund 119.000 Menschen weniger arbeitslos oder in Schulungen gewesen.

Die Bilanz der Arbeitslosenzahlen im Dezember zeige, dass im Monatsvergleich weniger Menschen arbeitslos gemeldet sind als vor Beginn der Pandemie, so das Ministerium. Schließlich waren nun Ende Dezember um 5494 Personen weniger arbeitslos oder in Schulungen als im Dezember 2019 mit 407.872 Betroffenen insgesamt.

Niedriges Niveau und eine „große Herausforderung“

„Es entspricht dem gewöhnlichen Trend, dass saisonale Effekte zum Jahreswechsel am österreichischen Arbeitsmarkt wirken“, meinte Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP). Dennoch bewege sich die Arbeitslosigkeit in einem für diese Jahreszeit niedrigeren Ausmaß als in den Vorjahren. Positiv sei auch, dass die Arbeitslosigkeit im Jahresverlauf um rund 130.000 Personen abgenommen habe. „Das zeigt, dass unsere Maßnahmen wirken und die Dynamik am Arbeitsmarkt trotz zeitweiser Einschränkungen, die pandemiebedingt notwendig waren, besser ist als erwartet“, so der Politiker.

Die Langzeitarbeitslosigkeit bleibt jedenfalls eine „große Herausforderung“ am Arbeitsmarkt. Ende Dezember 2021 befanden sich mit 115.743 Langzeitarbeitslosen um 20.877 Personen mehr in Langzeitarbeitslosigkeit als im Vergleichszeitraum 2019 vor der Krise. „Auch im Jahr 2022 liegt daher unser Fokus auf der Reduktion der Langzeitarbeitslosigkeit durch Maßnahmen im Rahmen des Programms Sprungbrett“, so Kocher. 2021 habe man bereits einige Erfolge bei der Reduktion erzielt – seit dem Höhepunkt im April mit 148.436 Personen sei die Zahl der Betroffenen schließlich wieder zurückgegangen.

Ein weiteres Problemfeld ist die Gruppe der älteren Arbeitslosen. Insgesamt sind Ende Dezember 110.054 Personen über 50 Jahre beim AMS arbeitslos gemeldet. 2020 lag dieser Wert bei 143.710 Personen, 2019 bei 110.866 Personen. Mit 124.482 Personen, die im Jahresverlauf insgesamt aus der Arbeitslosigkeit wieder in eine Beschäftigung vermittelt wurden, habe es aber auch bei der Vermittlung von älteren Arbeitslosen Fortschritte gegeben.

Zur Kurzarbeit waren im Dezember 176.529 Personen angemeldet. Kocher sprach hier von einem „recht moderaten Ausmaß“.

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