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In drei Tagen zwei Mal zugeschlagen

05.01.2022 • 14:56 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Angeklagter wollte einen Mann und eine Frau mit Schlägen zum Reden zwingen. <span class="copyright">Shutterstock</span>
Angeklagter wollte einen Mann und eine Frau mit Schlägen zum Reden zwingen. Shutterstock

Geldstrafe für 25-Jährigen, der Frau verletzte und angeblichen Freund seiner verheirateten Schwester.

Innerhalb von drei Tagen hat der türkischstämmige Unterländer nach Ansicht der Richterin im Sommer zwei Mal zugeschlagen und dabei zuerst eine junge Frau und beim zweiten Vorfall einen jungen Mann leicht verletzt.

Zudem hat er nach den gerichtlichen Feststellungen beim ersten Vorfall gegen das Auto, in das die junge Frau einstieg, geschlagen und so einen Schaden von 1000 Euro verursacht.
Das trug dem Angeklagten in der Hauptverhandlung am Landesgericht Feldkirch einen Schuldspruch wegen Körperverletzung in zwei Fällen, Nötigung, versuchter Nötigung und Sachbeschädigung ein. Dafür wurde der unbescholtene Handwerker zu einer Geldstrafe von 7200 Euro (240 Tagessätze zu je 30 Euro) verurteilt. Davon beträgt der unbedingte, dem Gericht zu bezahlende Teil 3600 Euro.

Der 25-Jährige hat den Verletzten als Teilschmerzengeld jeweils 100 Euro zukommen zu lassen und dem Autobesitzer als Teilschadenersatz 1000 Euro. Das Urteil von Richterin Magdalena Rafolt ist nicht rechtskräftig, denn der Angeklagte und Staatsanwältin Melanie Wörle nahmen drei Tage Bedenkzeit in Anspruch. Die mögliche Höchststrafe wäre ein Jahr Gefängnis oder eine Geldstrafe von 720 Tagessätzen gewesen.

Wollte sie zur Rede stellen

Der Angeklagte habe nicht akzeptiert, dass die junge Frau und der junge Mann nicht mit ihm reden wollten, sagte Richterin Rafolt. Der 25-Jährige wollte die junge Frau offenbar deshalb zur Rede stellen, weil sie aus seiner Sicht Lügengeschichten über seine Schwester erzählt habe. Und den jungen Mann konfrontierte er wegen des Gerüchts, er unterhalte eine außereheliche Liebesbeziehung zu seiner verheirateten Schwester.
Im Strafantrag wurden die Reparaturkosten fürs Auto mit 6600 Euro beziffert. Die Anklage lautete dazu auf schwere Sachbeschädigung. Die Richterin ging im Zweifel aber davon aus, dass einige Schäden am Fahrzeug schon vor dem Vorfall vorhanden waren.