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Rhomberg will Holzbau verstärken

13.01.2022 • 18:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Rhomberg will Holzbau verstärken
Schnittholzlager des Tiroler Holzverarbeiters. Rhomberg Bau möchte mit ihm ein Unternehmen gründen. Pfeifer Group / Gerhard Berger

Rhomberg und Tiroler Holzverarbeiter wollen Unternehmen gründen mit Fokus auf Holz-Fertigteilbauten.

DieDie Vorarlberger Baufirmengruppe Rhomberg und der Tiroler Holzverarbeiter Pfeifer Gruppe mit Hauptsitz in Imst möchten in Zukunft im Bereich des industriell ausgerichteten Holzbaus stärker zusammenarbeiten.

Deshalb beabsichtigen die beiden Firmen die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens namens Wood Pro GmbH mit Sitz in Bregenz.
Gegründet werden soll das Unternehmen von der Rhomberg Bau Holding GmbH und der BPS Investment GmbH, einem Unternehmen aus dem Umfeld der Pfeifer Gruppe. Gegenwärtig sind sowohl beim Bundeskartellamt in Bonn (D) als auch bei der Bundeswettbewerbsbehörde in Wien entsprechende Anträge zur Prüfung der Neugründung eingereicht worden.

Jetzt sind Kartellbehörden am Zug

Bei Rhomberg Bau bestätigte Pressesprecher Matthias Moosbrugger auf wpa-Anfrage das Vorhaben, dessen weitere Entwicklung jedoch vorerst einmal von der Entscheidung der Kartellbehörden abhängig sei. Geplant sei jedenfalls im Rahmen einer strategischen Partnerschaft die Gründung dieses Joint Ventures zur Entwicklung von industriell hergestellten Wand-, Decken und Systembauteilen beziehungsweise zur Herstellung von Konstruktionsteilen, Fertigbauteilen und Ausbauelementen aus Holz.

Rhomberg will Holzbau verstärken
Matthias Moosbrugger von Rhomberg sagt, dass die Herstellung von Fertigbauteilen aus Holz geplant sei. Rhomberg Bau

Dabei gehe es in erster Linie um die Entwicklung von ressourcen- und kostenoptimierten Bauteilen unter Verwendung des nachwachsenden Rohstoffes Holz. Damit wolle man die Wettbewerbsfähigkeit des nachwachsenden Werkstoffes und damit die Realisierung von CO2-neutralen Gebäuden auch zukünftig gewährleisten, so Moosbrugger.
Die 1948 gegründete Pfeifer Gruppe gilt nach eigener Darstellung als eines der führenden Unternehmen der europäischen Holzindustrie. Zum Kerngeschäft gehört die industrielle Weiterverarbeitung von Nadel-Rundholz. Das Familienunternehmen aus Imst betreibt in Österreich, Deutschland und Tschechien acht Standorte. Beschäftigt werden über 2000 Mitarbeiter. Exportiert wird in 90 Länder weltweit.
Die bis ins Jahr 1886 zurückreichende Baufirmengruppe Rhomberg ist in den Bereichen Bau, Ressourcen und Bahn tätig. Sie beschäftigt in der DACH-Region sowie in Australien, Kanada, Großbritannien und Irland rund 3400 Mitarbeiter.

Holz in Gewerbebauten

Rhomberg beschäftigt sich seit Jahren mit den Möglichkeiten des vermehrten Einsatzes von Holz in Industrie- und Gewerbebauten sowie im privaten Wohnbau.

Günther Bitschnau / wpa