Vorarlberg

Zu Weihnachten verhaftete Algerier verurteilt

25.01.2022 • 16:56 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
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Hartinger

Je zwei Monate Haft für zwei Algerier für ihre Taten in Lustenau.

In der Heiligen Nacht wurden die beiden Tatverdächtigen am 25. Dezember 2021 um 1.25 Uhr in Lustenau auf frischer Tat ertappt und festgenommen.

Nach Ansicht des Richters haben die zwei mittellosen Algerier am Weihnachtsabend gewerbsmäßig Diebstähle in mehreren unversperrt abgestellten Autos begangen. Demnach haben sie Geld und Wertgegenstände gestohlen und zu stehlen versucht.

Dafür wurde der unbescholtene 18-Jährige am Dienstag in der Hauptverhandlung am Landesgericht Feldkirch zu sieben Monaten Haft verurteilt. Davon beträgt der unbedingte, zu verbüßende Teil zwei Monate. Über den mit einer Vorstrafe belasteten 27-Jährigen wurde eine Freiheitsstrafe von acht Monaten verhängt. Auch bei ihm beläuft sich der zu verbüßende Teil auf zwei Monate.

Das Urteil, mit dem die beiden Untersuchungshäftlinge und der Staatsanwalt einverstanden waren, ist rechtskräftig. Der Strafrahmen betrug bis zu drei Jahre Gefängnis. Der Schuldspruch erfolgte wegen gewerbsmäßigen Diebstahls, beim 27-Jährigen auch wegen schwerer Sachbeschädigung. Denn der Zweitangeklagte hat seine Polizeizelle beschädigt.
Die zwei Angeklagten wurden dazu verpflichtet, einem Diebstahlsopfer als Schadenersatz 100 Euro zu bezahlen. Zudem behält der Staat als sogenannte Verfallsbeträge die bei ihnen sichergestellten Gelder aus den Diebstählen. Dabei handelt es sich beim geständigen 18-Jährigen um 178 Euro und 50 Franken und beim teilweise geständigen 27-Jährigen um 85 Euro und 10 Franken.
Die beiden Nordafrikaner leben als Asylwerber in der Schweiz und müssen nun noch einen Monat im Feldkircher Gefängnis verbüßen. Im Dezember 2021 habe es in Lustenau an mehreren Tagen Diebstähle aus unversperrten Autos gegeben, sagte Staatsanwalt Manfred Bolter. Daran beteiligt waren nach seinen Angaben auch die zwei Angeklagten. Die meisten Diebstähle hätten nicht aufgeklärt werden können.