Kultur

Zum 100. Geburtstag von Paul Flora

03.06.2022 • 20:34 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Zeichnung von Paul Flora                               <span class="copyright">Sieglinde Wöhrer</span>
Zeichnung von Paul Flora Sieglinde Wöhrer

Mit einer Ausstellung im Museum für Druckgrafik feiert Markus Gell den Geburtstag von Paul Flora und erinnert an dessen Werke.

Am 29. Juni wäre der österreichische Zeichner Paul Flora 100 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass hat Markus Gell in seinem Museum für Druckgrafik in Rankweil eine Ausstellung zusammengestellt. Zu sehen sind einige seiner früheren Zeichnung zwischen 1934 bis 1951, Arbeiten aus seiner intensiven Schaffensperiode und auch neuere noch unbekanntere Werke aus dem Nachlass des 2009 verstorbenen Künstlers.
Durch seine vielen Kontakte konnte Markus Gell 24 Druckgrafiken und sechs Zeichnungen zusammensammeln, und somit einen Einblick in die über 10.000 Zeichnungen geben, die Paul Flora in seinen 86 Lebensjahren angefertigt hat.

Zeichnung von Paul Flora                               <span class="copyright">Sieglinde Wöhrer</span>
Zeichnung von Paul Flora Sieglinde Wöhrer

In der Ausstellung lassen sich auch einige der Raben finden, mit denen Flora weltberühmt wurde. So kann man Monsieur Corbeau betrachten, wie er in der Luft unterwegs ist und sich sein Schatten am Boden spiegelt, oder zusehen, wie er von Signore Corvo gejagt wird.
Vertreten sind auch einige von Floras venezianischen Werken mit maskierten Gestalten und humoristische Paradenzeichnungen sowie ungewöhnliche Erscheinungen und bunt bekleidete Reiter im Gefecht. Über Hochhäusern erstrecken sich bewaldete Tigergehege oder idyllische Häuschen mit fliegenden Hexen bevor in seinen Interpretationen die Eiszeit über die Penthäuser hereinbricht.

Zeichnung von Paul Flora                               <span class="copyright">Sieglinde Wöhrer</span>
Zeichnung von Paul Flora Sieglinde Wöhrer


In seinen Karikaturen und Zeichnungen erschuf der Künstler sein eigenes sehr fantasievolles Universum mit wunderlichen Landschaften und satirischen Bildern, die eine Neigung zum Bizarren und Geheimnisvollen aufweisen und oft von einer düsteren Stimmung umgeben sind. Gezeichnet hat er vorwiegend mit der Spitzfeder, lernte früh die Technik der Radierung und fertigte Lithographien und Druckgrafiken mit bis maximal 200 Exemplaren.
Bis 11. Juni kann die Ausstellung „Paul Flora. Zum 100. Geburtstag.“ im Museum für Druckgrafik/Edition Markus Gell in Rankweil besucht werden.
Geöffnet am Donnerstag und Freitag von 18 bis 20 Uhr, am Samstag von 10 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung.