Lokal

Bregenz: Mehr Platz für Berufsschüler

10.06.2022 • 19:44 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Landesberufschulen in Bregenz werden erweitert. <span class="copyright">Hartinger</span>
Landesberufschulen in Bregenz werden erweitert. Hartinger

Land startete Architekturwettbewerb für Schulerweiterungen.

Die Kunststoffindustrie sorgt für zahlreiche Arbeitsplätze in Vorarlberg. 16 entsprechende Betriebe sind hierzulande angesiedelt, darunter auch namhafte und weltweit agierende Firmen wie Alpla, Faigle oder Tecnoplast. Für die Lehrlinge der Kunststofftechnik und -formgebung, derzeit sind es 160 an der Zahl, ist die Ausbildung allerdings mit Erschwernissen verbunden. Für ihre schulische Ausbildung müssen die Jugendlichen nämlich nach Steyr (Oberösterreich) reisen. Ab dem Schuljahr 2025/26 wird sich das ändern.
Wie berichtet sollen in Bregenz die Landesberufsschulen (LBS) 1 bis 3 etappenweise ausgebaut werden. Erweiterungsbedarf gibt es auch aufgrund des seit 2020/21 bestehenden Unterrichtsangebots für Lehrlinge der Berufe „Medienfachkraft“ sowie „E-Commerce Kaufmann und Versicherung“. Gemäß Berechnungen des Landes wird sich die Schülerzahl an den drei Bregenzer Landesberufsschulen von derzeit 2467 auf voraussichtlich 2740 im Jahr 2025 steigern, was ein Plus um 11 Prozent bedeuten würde.

Bregenz: Mehr Platz für Berufsschüler
NEUE

Architekturwettbewerb gestartet

Vor wenigen Tagen hat das Land einen EU-weiten, nicht-offenen Architekturwettbewerb ausgeschrieben Die Bewerbungsfrist endet am 4 Juli, maximal 20 Architekturbüros bzw. Arbeitsgemeinschaften werden zur Vorlage von Wettbewerbsarbeiten eingeladen. Spätestens am 13. Oktober müssen die Entwürfe vorliegen. Das Preisgericht, dem unter anderem die Architekten Andreas Cukrowicz und Rainer Köberl angehören, tagt im November.
Im Zuge der ersten Bauetappe soll die LBS 1 um Werkstätten und Unterrichtsräume im Ausmaß von rund 1400 Quadratmetern erweitert werden.

28 Millionen Euro Gesamtkosten

Der Baubeginn ist für Sommer 2024 anvisiert, Ende 2026 soll das erste Kapitel der Erweiterung dann abgeschlossen sein. Das Land rechnet mit Kosten von 9,3 Millionen Euro. Die Gesamtkosten werden – ausgehend von der Preisbasis im vierten Quartal 2021 – auf 28 Millionen Euro geschätzt. Insgesamt sollen an den drei LBS mehr als 5000 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche geschaffen werden.

Erste Bauetappe soll im SOmmer 2024 erfolgen. <span class="copyright">APA</span>
Erste Bauetappe soll im SOmmer 2024 erfolgen. APA

Abbbruch

Die Erric

Die Errichtung des bestehenden Schulkomplexes startete im Jahr 1962 mit dem Bau der LBS 1 und des ebenerdigen Verbindungstrakts nach den Plänen des Vorarlberger Architekten Werner Pfeiffer (1919–1972). Im Jahr 1985 folgte das zweite Gebäude, die kaufmännische Berufsschule (LBS 3, Architekt Anton Kuthan). Die dritte Baumaßnahme wurde 1994 nach Plänen des Büros Baumschlager Eberle auf der Westseite des Grundstückes umgesetzt. Neben dem Bau der LBS 2 stockte man damals auch die Verbindungsspange auf.
Die LBS 3 wird – wie der Verbindungstrakt – abgebrochen und neu errichtet, da eine Sanierung wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll wäre. Im Zuge dieser Veränderungsmaßnahmen soll eine „Neue Mitte“ samt Kantine und Direktionen sowie eine neue Haupteingangssituation entstehen.