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Drei Einbrüche in Oberlecher Hotel

06.07.2022 • 14:58 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Symbolbild / Hartinger</span>
Symbolbild / Hartinger

Weil Ex-Hotelmitarbeiter drogensüchtig ist, muss er dreijährige Haftstrafe wohl nicht verbüßen.

Der ehemalige Mitarbeiter des Oberlecher Hotels hat nach den gerichtlichen Feststellungen an seinem früheren Arbeitsplatz zwischen 9. und 17. April drei Einbrüche verübt. Dabei hat der geständige Arbeitslose ein Auto, 7300 Euro, zwei Handys, ein Tablet, 280 Blankochipkarten für Skipässe im Wert von 1400 Euro, einen Tresor und mehrere Schlüssel erbeutet. Bei der dritten Tat ist es beim Versuch geblieben. Über das Oberlecher Tunnelsystem hat sich der Einbrecher Zugang zum Hotel verschafft.

Wegen schweren gewerbsmäßigen Einbruchsdiebstahls wurde der mit zwei einschlägigen Vorstrafen belastete Kroate am Mittwoch am Landesgericht Feldkirch zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, denn der Angeklagte und die Staatsanwältin nahmen drei Tage Bedenkzeit in Anspruch. Der um die Hälfte erhöhte Strafrahmen betrug sechs Monate bis siebeneinhalb Jahre Haft, weil der Angeklagte in den letzten fünf Jahren bereits zumindest zwei Mal wegen einschlägiger Straftaten zu Freiheitsstrafen verurteilt worden ist.

Der 42-Jährige wird die Haftstrafe aber voraussichtlich nicht verbüßen müssen. Ihm wird wegen seiner Drogensucht wohl Therapie statt Strafe gewährt werden. Die Einbrüche habe er zur Finanzierung von Drogenkäufen begangen, sagte der Untersuchungshäftling.

Therapie statt Strafe

Bei Gefängnisstrafen von bis zu drei Jahren ist bei Beschaffungskriminalität Therapie statt Strafe möglich. Nun wird ein Gutachten darüber erstellt werden, welche Form von Drogentherapie für den in Deutschland geborenen Kroaten erforderlich ist. Bis dahin wird der am 24. April Festgenommene in Feldkirch in Untersuchungshaft bleiben müssen.

Wegen einschlägiger Delikte wurde der in Österreich lebende Kroate jeweils am Landesgericht Innsbruck in der Vergangenheit zu Haftstrafen verurteilt, zuerst zu 18 Monaten, danach zu 30 Monaten, teilweise auch mit Therapie statt Strafe.