Sport

Lehren aus Hartberg sind gezogen

30.07.2022 • 14:35 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Atdhe Nuhiu hat in dieser Pflichtspielsaison in zwei Spielen bereits drei Tore erzielt. Der Mittelstürmer ist bislang der Gewinner unter Trainer Miro. <span class="copyright">GEPA</span>
Atdhe Nuhiu hat in dieser Pflichtspielsaison in zwei Spielen bereits drei Tore erzielt. Der Mittelstürmer ist bislang der Gewinner unter Trainer Miro. GEPA

Zur Heimpremiere der neuen Saison trifft der SCR Alt­ach heute (17 Uhr) auf den Wolfsberger AC. Der neue Coach der Rheindörfler, Miroslav Klose, will mit offensivem Spiel die Fans mitnehmen.

Nach den zwei Auswärtsaufgaben im ÖFB-Cupduell (TWL Elektra) beziehungsweise zum Bundesliga-Auftakt gegen Hartberg, die mit einem 3:1-Erfolg sowie einer 1:2-Niederlage endeten, steht am heutigen Nachmittag das erste Heimspiel des neuen Meis­terschaftsjahres auf dem Programm.
Und auf die Frage der Bedeutung einer Partie vor eigenem Publikum kommt der neue SCRA-Trainer Miroslav Klose regelrecht ins Schwärmen. „Ich bin glücklich, dass endlich das erste Spiel vor unseren Fans steigt. Der Fußball lebt von den Zuschauern. Ich war früher selbst Fan und hab mir immer gewünscht, irgendwann selbst auf dem Platz stehen zu dürfen und die Anhänger zu begeistern. Auch als Trainer ist mein Fußball deshalb ganz klar darauf ausgerichtet, die Fans mitzunehmen.“

Verpatzter Start aufgearbeitet

Auf den Gegner hat sich der Deutsche bestens vorbereitet und er sich auch den Test gegen AC Milan im Wörthersee-Stadion (Anm.: 0:5) am Mittwoch angeschaut. „Die Wolfsberger sind sehr variabel. Da müssen wir uns auf viele Sachen vorbereiten“, verrät der 44-Jährige, der mit seiner Mannschaft den verpatzten Meisterschaftsstart genau aufgearbeitet hat. Dies bestätigt auch Verteidiger Lukas Gugganig (27), für den es zum Aufeinandertreffen mit seinem um zwei Jahre jüngeren Bruder David kommen könnte.
Betonung auf könnte, denn der im Dienste der Kärntner Stehende wurde zuletzt von WAC-Coach Robin Dutt – ein Landesmann von Klose, der zuvor schon beim VfL Bochum, bei Werder Bremen und Bayer Leverkusen auf der Trainerbank saß – in der Bundesliga nicht berücksichtigt. „In der zweiten Halbzeit in Hartberg waren wir viel klarer in unserem Positionsspiel und haben zahlreiche Chancen herausgespielt. Darauf heißt es aufzubauen, die Fehler abzustellen und zu punkten“, stellt der 27-Jährige, der im Sommer vom VfL Osnabrück ins Rheindorf wechselte, fest. Dieser zweite Durchlauf und eine sehr gute Trainingswoche stimmen Klose ebenfalls zuversichtlich. „Ich bin guter Dinge, dass wir erfolgreich sind. Wir wollen aktiv sein und den Gegner zu Fehlern zwingen!“
Und der Übungsleiter wird auch im Hinblick auf den Kontrahenten einige Umstellungen, die im Vorfeld jedoch nicht verraten werden, vornehmen. Ganz sicher nicht dabei ist allerdings Emanuel Schreiner und der Einsatz des ebenfalls zuletzt erkrankten Felix Strauss entscheidet sich kurzfristig.

Lange Durststrecke

Bei aller Zuversicht darf jedoch nicht vergessen werden, dass die Wolfsberger in der abgelaufenen Saison nach dem Grunddurchgang auf Platz drei lagen und 24 (!) Punkte Vorsprung auf die letztplatzierten Altacher hatten. In der Endabrechnung wurden die Dutt-Schützlinge Vierter und steigen daher am Donnerstag in die dritte Runde der Europa-Conference-League-Qualifikation ein.
Zudem liegt der letzte Punktgewinn des Ländle-Teams zu Hause gegen den WAC knapp zwei Jahre und acht Monate zurück. Soll also heißen: Ein Klose macht noch lange keinen erfolgreichen Heimauftakt, vielmehr gilt die Botschaft des WM-Rekordtorschützen – „Die Jungs müssen unser Vorhaben umsetzen!“

2. Runde heute um 17 Uhr gegen Wolfsberg

Am 7.8: Altach-Spiel gegen Violette

Aufgrund der Ansetzungen im Europacup kommt es zu mehreren Spielverschiebungen in der österreichischen Bundesliga. Auch Altach ist betroffen. Die Dritt­runden-Partie zwischen dem SCRA und der Wiener Austria wurde um einen Tag auf Sonntag (7.8./17 Uhr) verlegt. Grund für die Verschiebungen ist die „zwei spielfreie Tage“-Regelung.

Von Günther Böhler