Vorarlberg

Ex-Freundin und früheren Chef bedroht

01.08.2022 • 17:08 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">AP Photo/Matt Rourke, File/Hartinger/NEUE</span>
AP Photo/Matt Rourke, File/Hartinger/NEUE

Prozess um Vorbestraften, der Ex-Chef und Ex-Freundin auf Facebook bedrohte.

Bereits zum dritten Mal wurde der Arbeiter am Landesgericht Feldkirch verurteilt, weil er seinen ehemaligen Vorgesetzten bedroht hat.

Über den zweifach Vorbestraften wurde wegen gefährlicher Drohung eine bedingte, nicht zu verbüßende Haftstrafe von drei Monaten und eine unbedingte, dem Gericht zu bezahlende Geldstrafe von 3600 Euro (240 Tagessätze zu je 15 Euro) verhängt. Das Urteil, das der Angeklagte annahm, ist nicht rechtskräftig. Die mögliche Höchststrafe wäre ein Jahr Haft gewesen. Die verkündete kombinierte Strafe entspricht sieben Monaten Haft.

Angeklagter geständig

Der sich schuldig bekennende Angeklagte hat auf Facebook einem Ex-Arbeitskollegen geschrieben, der einstige Arbeitskollege und sein früherer Vorgesetzter seien tot. Schon 2020 und 2021 wurde der Mann aus dem Bezirk Dornbirn am Landesgericht wegen gefährlicher Drohung gegen seinen Ex-Vorgesetzten schuldig gesprochen und damals jeweils zu einer Geldstrafe verurteilt.

Aus Frust über seine Arbeitslosigkeit nach der Kündigung durch den Dienstgeber habe er die Drohungen formuliert, sagte der angeklagte 53-Jährige. Mit 51 sei er zum ersten Mal arbeitslos geworden. Daran treffe ihn selbst aber auch eine Mitschuld, räumte der Angeklagte vor Gericht ein.

Auch Ex-Freundin bedroht

Bestraft wurde er dieses Mal auch wegen einer schriftlichen Drohung gegen eine ehemalige Freundin. Ihr schrieb er auf Facebook, sie und ihr nunmehriger Partner seien tot. Die Drohung habe er grundlos geschrieben, gab der Angeklagte zu Protokoll, zumal die Beziehung schon vor mehr als 30 Jahren zu Ende gegangen sei.

Strafrichterin Sabrina Tagwercher wertete die angeklagten Drohungen nicht als Morddrohungen, sondern nur als Drohungen mit einer Körperverletzung. Sollte es weiterhin gefährliche Drohungen geben, müsse er beim nächsten Mal mit einer teilbedingten Haftstrafe rechnen, warnte die Richterin den Angeklagten.