Vorarlberg

Missbrauch: Weiterer Afghane in U-Haft

09.08.2022 • 15:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das Landesgericht Feldkirch. <span class="copyright">Hartinger</span>
Das Landesgericht Feldkirch. Hartinger

Weiterer Afghane in U-Haft. Sechs Beschuldigte sollen in Bludenz wehrlose Frau missbraucht haben.

Im anhängigen Ermittlungsverfahren um den Verdacht des sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen Frau ist inzwischen eine weitere Verhaftung erfolgt. Das teilte am Dienstag auf NEUE-Anfrage Karin Dragosits als Sprecherin der Staatsanwaltschaft Feldkirch mit. Nunmehr sei ein sechster Beschuldigter festgenommen worden, sagte die Staatsanwältin. Das Landesgericht Feldkirch habe über den Afghanen in der Justizanstalt Feldkirch Untersuchungshaft wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen Person verhängt.
Im Zuge der Ermittlungen habe sich der Tatverdacht gegen einen sechsten Verdächtigen ergeben, berichtete die stellvertretende Mediensprecherin der Strafverfolgungsbehörde. Im Juli hatte die Staatsanwaltschaft bestätigt, dass fünf Afghanen in U-Haft genommen worden seien. Die Haftbeschwerde eines Inhaftierten sei vom Oberlandesgericht Innsbruck bereits abgewiesen worden, so Dragosits.

Wehrloser Zustand

Die Beschuldigten werden laut Medienberichten verdächtigt, im Februar in einem Flüchtlingsheim in Bludenz eine wehrlose Frau sexuell missbraucht zu haben. Demnach sollen junge Männer und eine Frau einen Heimbewohner besucht haben. Dabei sollen über Stunden hinweg Alkohol und Drogen konsumiert worden sein. Die Frau sei, so der Verdacht, berauscht und in ihrem dadurch wehrlosen Zustand missbraucht worden. Sie sei in ein Krankenhaus eingeliefert worden, wo sich auch der Verdacht auf erlittenen Missbrauch ergeben habe.
Ermittelt werde gegen die sechs afghanischen Untersuchungshäftlinge nach Paragraf 205 des Strafgesetzbuches, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Für das Verbrechen des sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen oder psychisch beeinträchtigten Person beläuft sich für den Fall eines Schuldspruchs der Strafrahmen auf ein bis zehn Jahre Gefängnis. Für die sechs inhaftierten Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.