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Weiterhin Spitzenreiter bei den Mieten

09.08.2022 • 18:36 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Im Bezirk Dornbirn waren laut der Analyse die Preise in Vorarlberg am höchsten. <span class="copyright">Steurer</span>
Im Bezirk Dornbirn waren laut der Analyse die Preise in Vorarlberg am höchsten. Steurer

Die Preise für Mietwohnungen sind in Vorarlberg nach wie vor auf einem hohen Niveau und im bundesweiten Vergleich mit am höchsten.

Die Mieten in Vorarlberg sind nach wie vor so hoch wie sonst fast nirgendwo in Österreich. Das zeigt eine aktuelle Erhebung der Onlineplattform immowelt.at. Die Verantwortlichen des Immobilienportals haben für ihre Analyse in ausgewählten politischen Bezirken die Gesamtmieten (Nettomieten inklusive Betriebskosten) für alle im zweiten Halbjahr 2021 und im ersten Halbjahr 2022 inserierten Wohnungen und Häuser unter die Lupe genommen. Berücksichtigt wurden dabei nur die Angebote, welche vermehrt nachgefragt wurden, heißt es in einer Aussendung des Unternehmens.

die teuersten bezirke

Innsbruck-Stadt: 19,30 Euro

Salzburg: 16,90 Euro

Kitzbühel: 15,70 Euro

Dornbirn: 15,70 Euro

Bregenz: 15,60 Euro

Feldkirch: 15,60 Euro

Innsbruck-Land: 15,00 Euro

Wien: 14,70 Euro

Salzburg-Umgebung: 14,30 Euro

Schwarz: 14,30 Euro

Bludenz: 14,20 Euro

Preise geben den Median der Gesamtmiete pro Quadrameter bei Neuvermietungen wieder.

Quelle: immowelt.at

Beim Median der Gesamtmieten liegen die Vorarlberger Bezirke zwischen 14,20 Euro pro Quadratmeter (Bludenz) und 15,70 Euro (Dornbirn). Die Bezirke Bregenz und Feldkirch liegen mit jeweils 15,60 Euro nur knapp hinter dem Vorarl­berger Spitzenwert. Höhere Mietpreise als in den drei teuersten Bezirken im Ländle müssen sonst nur noch in den Städten Innsbruck (19,30 Euro) und Salzburg (16,90 Euro) bezahlt werden. Der Tiroler Bezirk Kitzbühel liegt mit 15,70 Euro pro Quadratmeter gleichauf mit dem Vorarlberger Top-Wert.
Die 14,20 Euro pro Quadratmeter im Bezirk Bludenz sind zwar in Vorarlberg vergleichsweise „günstig“, im bundesweiten Vergleich jedoch ebenfalls noch sehr teuer. Nur in Innsbruck-Land (15,00 Euro), Wien (14,70 Euro) sowie Salzburg-Umgebung und Schwaz (jeweils 14,30 Euro) sind die Quadratmetermieten noch höher als in Bludenz.

Die Stadt Innsbruck ist im Bezug auf die Mietpreise deutlich österreichweiter Spitzenreiter. <span class="copyright">APA/Expa</span>
Die Stadt Innsbruck ist im Bezug auf die Mietpreise deutlich österreichweiter Spitzenreiter. APA/Expa

West-Ost-Gefälle

In der Analyse der Preise zeige sich ein klares West-Ost-Gefälle, heißt es von den Verantwortlichen der Plattform. Neun der zehn teuersten Bezirke seien in den westlichen Bundesländern Vorarlberg, Tirol und Salzburg beheimatet. Die Ausnahme in den Top Zehn bildet nur die Bundeshauptstadt Wien. Grund für die hohen Mietpreise sind der Aussendung von immowelt.at zufolge eine gute wirtschaftliche Entwicklung, viele Arbeitsplätze in Gastronomie und Tourismus sowie beliebte Hochschulen. All diese Dinge sorgten für eine hohe Nachfrage nach Wohnraum und damit steigende Preise.
Die Position der Bundeshauptstadt ist nach Angaben der Experten im europäischen Vergleich ungewöhnlich. Denn normalerweise gebe es in den Hauptstädten zumeist die höchs­ten Preise. In Wien sei jedoch mit gefördertem Wohnbau und einem Richtwertmietzins trotz Zuzug ein allzu starker Anstieg der Preise verhindert worden.

Steirer wohnen günstiger

Am niedrigsten sind die Preise übrigens in der Steiermark. In Bruck-Mürzzuschlag werden Wohnungen im Schnitt um 7,40 Euro pro Quadratmeter ­angeboten. In Murtal und Voitsberg ist es mit 7,20 Euro noch preiswerter. Bei den österreichweit 78 analysierten Bezirken lag der Quadratmeterpreis bei rund einem Drittel unter zehn Euro.