Vorarlberg

Wie sich ganz leicht Energie sparen lässt

11.08.2022 • 19:14 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Beim Kochen einen Deckel verwenden lohnt sich. <span class="copyright">Shot/Shutterstock</span>
Beim Kochen einen Deckel verwenden lohnt sich. Shot/Shutterstock

Egal ob im Bad, in der Küche oder auch im Bereich der Mobilität. Überall lässt sich Energie sparen. Das zeigt das Energieinstitut auf.

Angesichts steigender Kos­ten und der Unsicherheit in Sachen Gasversorgung fragen sich derzeit wohl viele Vorarlbergerinnen und Vorarlberger, wie sie am besten Energie sparen können. Das Vorarlberger Energieinstitut gibt auf seiner Webseite Tipps dazu, welche Maßnahmen diesbezüglich „schnell, unkompliziert und ohne großen finanziellen Aufwand“ umgesetzt werden können.

Eine Möglichkeit ist beispielsweise, die Raumtemperatur in den kühleren Jahreszeiten ein bisschen abzusenken. Schon wenn das Thermostat um ein Grad verringert werde, würden die Heizkosten um sechs Prozent sinken, heißt es seitens des Energieinstituts. Auch umweltfreundliche Mobilität kann sich positiv auf die Geldbörse auswirken. Bei einer Fahrleistung von 12.000 Kilometern und einem Durchschnittsverbrauch von 6,5 Litern auf 100 Kilometern komme ein Pkw auf einen Treibstoffverbrauch von 800 Litern pro Jahr. Mit dieser Energiemenge kann nach Angaben der Experten schon ein mittelmäßig energieeffizientes Einfamilienhaus ein Jahr lang beheizt werden. Wer nur 300 Kilometer pro Jahr weniger mit dem Auto fahre, spare so viel Energie, wie eine Tiefkühltruhe pro Jahr verbraucht.

Auch bei der Körperhygiene lassen sich nach Angaben des Energieinstituts Einsparungen erzielen. So entfielen zwischen 25 und 40 Prozent des Warmwassergebrauchs in Gebäuden auf das Duschen. Durch kürzere Duschzeiten und eine geringere Wassertemperatur könne der Verbrauch von Warmwasser um bis zu 15 Prozent reduziert werden. Weitere fünf Prozent ließen sich durch den Einbau eines Sparduschkopfs einsparen. Nicht zuletzt sei beim Boiler eine Einstellung auf 60 Grad ausreichend.

30 Grad reichen meist aus

Die Waschmaschine ist eine weitere Gerätschaft, bei der sich Energie sparen lässt. So werde normal verschmutzte Wäsche bei 60 Grad genauso sauber wie bei 95 Grad. Für die meisten Waschgänge seien sogar 30 Grad schon ausreichend, heißt es seitens des Energieinstituts. Zudem zahle es sich aus, die Energiesparprogramme der Maschine zu nutzen, falls es solche gibt. Ebenso sei es empfehlenswert, Wäsche an der Luft zu trocknen. Denn gerade Wäschetrockner seien wahre Stromfresser. Wer einen Trockner benutzen muss, sollte darauf achten, dass nach dem Waschen nicht zu viel Restfeuchtigkeit in der Kleidung enthalten ist.

In der Küche gibt es am Herd Energiesparpotenzial. Mit der Benützung eines Deckels ließe sich der Energiebedarf um bis zu zwei Drittel senken, erläutern die Experten. Denn dadurch entweiche weniger Hitze, weshalb die Platte auch auf eine niedrigere Stufe gestellt werden könne. Ebenso könne diese schon einige Minuten früher abgeschaltet werden, da die Restwärme eine genügend hohe Temperatur liefert.

Doch nicht nur beim Erhitzen von Lebensmitteln wird Energie verbraucht, sondern auch beim Kühlen. Die Energiespezialisten empfehlen, die Kühlschranktemperatur auf sieben Grad einzustellen. Dies sei völlig ausreichend. Schon die Einstellung auf nur noch fünf Grad benötige um 15 Prozent mehr Strom.

Weitere Tipps

Dies sind jedoch noch längst nicht alle Tipps um Energie zu sparen. Das Energieinstitut hat auf seiner Internetseite noch einige mehr zu bieten: https://www.energieinstitut.at/die-wichtigsten-tipps-zum-strom-sparen/.