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Weniger Neugründungen als im Vorjahr

12.08.2022 • 18:54 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Drang zur Selbstständigkeit ging etwas zurück. <span class="copyright">Mathis/WKV</span>
Der Drang zur Selbstständigkeit ging etwas zurück. Mathis/WKV

Die Zahl der Unternehmensgründungen ging im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021 leicht zurück.

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021 gab es heuer etwa 705 Neugründungen, um etwa 50 weniger als noch im selben Zeitraum 2021. Im ersten Halbjahr 2020 waren in Vorarlberg allerdings nur knapp 570 Unternehmen gegründet worden, verweist man bei der Wirtschaftskammer auf die Entwicklung seit dem wirtschaftlichen Tiefpunkt der Coronapandemie.
Die Rekrutierung und Auswahl von Mitarbeitern blieben bei Neugründungen ebenso Problemfelder wie Sozialversicherung, Steuern und Abgaben sowie allgemeine rechtliche Anforderungen und Amtswege, so die Kammer.

Unterschiedliche Motive

Sein eigener Chef zu sein, war bei 70 Prozent der Befragten heuer ein starkes Motiv für die Unternehmensgründung. Der Wunsch, flexibler in der Zeit- und Lebensgestaltung zu sein, liegt nun mit 66 Prozent an zweiter Stelle, im Vorjahr hat dieser mit 74 Prozent noch an erster Stelle gelegen. Knapp 65 Prozent wollten das Ausmaß an Verantwortung, das als Angestellter zu tragen war, im eigenen Unternehmen einbringen. 63 Prozent wollten schon immer selbstständig sein und 59 Prozent ihr Einkommen steigern. Etwa 46 Prozent der Befragten gaben an, mit ihrer Neugründung vorerst nebenberuflich selbstständig zu sein.

Angesichts der aktuellen Lage am Arbeitsmarkt sei es nicht verwunderlich, dass der Schuh für 22 Prozent bei der Rekrutierung und Auswahl von Mitarbeitenden drücke – dieses Gründungshindernis sei bei der Befragung der Vorarlberger Neugründer am häufigsten aufgetreten, so die Wirtschaftskammer in einer Aussendung. Sozialversicherung, Steuern und Abgaben lägen an zweiter Stelle, wobei dies nur noch 20 Prozent als Hindernis angaben. In der Motivumfrage zu den Gründungszahlen im ersten Halbjahr 2021 hat dieser Wert noch um fünf Prozentpunkte höher gelegen.